MARTIN-LUTHER-GRUNDSCHULE GREVEN

Mi., 06.04.2011

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Der Zeitungsente auf der Spur

Dass ein Zeitungsprojekt so richtig Spaß macht, zeigen die Viertklässler mit ihren fliegenden Zeitungsblättern. Foto:  (res)
Von Ulrich Reske

Nein wirklich, von diesen aufgeweckten kleinen Nachwuchsreportern darf sich die gestandene Zunft eine kräftige Scheibe abschneiden. Die Bundespressekonferenz vermittelt Schlafsaal-Atmosphäre im Vergleich zu den rund 50 neun- und zehnjährigen Nachwuchsjournalisten, die WN-Redaktionsleiter Ulrich Reske ein Loch in den Bau fragten. Wie viel er arbeiten müsse? Was er verdiene? Seine spannendste Geschichte? Die prominentesten Gesprächspartner und, und, und?

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Foto: Atempausen? Kaum. Der Journalistennachwuchs, der mit ganz viel Engagement am „Klasse-Projekt“ der Westfälischen Nachrichten teilnimmt, hatte sich bestens auf den Redakteursbesuch vorbereitet.

Seit zwei Wochen ist die Zeitung ein begehrter Begleiter bei den verschiedenen Unterrichtseinheiten. Besonders beliebt: das tägliche Zeitungsfrühstück, bei dem Jungen und Mädchen genüsslich ihr eigenes Zeitungsexemplar ausbreiten, die Schulmilch trinken und das Frühstücksbrot kauen. Klassenlehrerin Gisela Wermeling (4a) hat im Vorfeld schon einmal recherchiert, welche Seiten ganz oben in der Gunst der aktiven Nachwuchsleser stehen. Aus aller Welt, das Lokale und der Sport belegen im Ranking die ersten Plätze.

Für Gesprächsstoff sorgte natürlich der Kantersieg der Schalker beim haushohen Favoriten Milano. „Die Berichte kriegen Sie doch bestimmt von Agenturen?“, fragte Klassenlehrerin Meike Fransing (4b) den Vertreter des benachbarten Pressehauses. „Irrtum“, antwortete Ulrich Reske. Auch im berühmten San Siro-Stadion waren die WN mit dem eigenen Sportredakteur vor Ort. Den Redaktionsleiter hatten die Grundschüler übrigens ganz rasch als Schalke-Fan enttarnt.

Wie aufmerksam der Lesenachwuchs auch das journalistische Geschehen vor Ort verfolgte, wurde an einem kleinen Detail deutlich. In der Freitagsausgabe (1. April) hatten die Schüler rasch festgestellt, dass die Redaktion die Leserschaft mit insgesamt drei Scherzen in den 1. April geschickt hatte.

Vielen Fragen folgten in dem lebhaften Unterricht viele Antworten. Nur eine Antwort blieb der Redakteur schuldig: Woher denn der Begriff „Zeitungsente“ komme, fiel ihm partout nicht mehr ein. Flugs drehte er am Ende der Unterrichtsstunde den Spieß um und beauftragte die Viertklässler dem Begriff Zeitungsente auf die Spur zu kommen.


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