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Zeitungszeit

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Fr., 19.11.2010

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Berufswahl: Wohin geht die Reise?

Wer nicht studiert, geht in die Lehre. Hört sich leicht an, ist es aber nicht. Berufswahl bedeutet oft mühsame Suche nach Talenten, Zielen, Chancen.

Konjunktur, Absatz und Bilanz. Viele Jugendliche können mit diesen Begriffe nichts oder nur wenig anfangen. Im Rahmen des Medienprojektes „ZeitungsZeit“ veröffentlichen wir ein Glossar zum Wirtschaftswissen. Heute geht es um das Stichwort Arbeit:

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Böttcher, Geomatikerin, Destillateur: Schon mal gehört? Das sind drei von 348 Ausbildungsberufen in Deutschland. Klar: Wer nicht studiert, geht in die Lehre. Hört sich leicht an, ist es aber nicht. Berufswahl bedeutet oft mühsame Suche nach Talenten, Zielen, Chancen.

Vor allem kommen nicht alle unter: 2009 fanden 561 000 Jugendendliche eine Ausbildung, 83 000 gingen leer aus. Für Betroffene und Wirtschaft ist das schlimm. Menschen ohne Arbeit sind frustriert und kosten: 2010 unterstützt der Staat die rund drei Millionen Arbeitslosen bei uns mit insgesamt 95 Milliarden Euro.

Arbeit ist neben Kapital, Boden, und Wissen einer der wichtigsten Produktionsfaktoren - ohne diese Bestandteile lassen sich keine Autos, Schuhe, CDs oder das Girokonto bei der Bank produzieren. Wer mit Arbeit Geld verdient, ist ein Erwerbstätiger.

Im August 2010 waren 40,5 Millionen Menschen bei uns erwerbstätig; das ist fast jeder zweite Bürger. Die größte Gruppe sind die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten: 27,7 Millionen Menschen waren Mitte 2010 abhängig beschäftigt. Heißt: Ein Arbeitgeber zahlt für sie Beiträge zur Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- sowie Pflegeversicherung. Arbeit spielt natürlich für die persönliche Lebenserhaltung und für das Wirtschaftswachstum eines Landes eine zentrale Rolle. Hier zeigt sich ein klarer Trend: Während die Zahl der Schulabgänger bis 2020 jedes Jahr um 1,4 Prozent fällt, legt der Wettlauf um Köpfe zu. Noch fehlen Fachleute erst in einigen Berufen wie Pflege, Ingenieure, Informatiker. Doch dabei bleibt es nicht. Mit dem Älterwerden unserer Gesellschaft sinkt die Zahl der Arbeitskräfte, während die Nachfrage nach Facharbeiter und Experten steigt.

Auch Böttcher, Geomatiker und Destillateure sind gefragt. Apropos: Böttcher bauen Behälter für Getränke. Geomatiker stellen Land- oder Wanderkarten her; Destillateure machen Schnaps aus Kartoffeln, Getreide oder Obst.

» Das Glossar wird fortgesetzt. Alle Folgen gibt es auf den Klasse-Seiten im Internet.


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