Zeitungszeit
Do., 07.10.2010
"ZeitungsZeit" mit 56 Klassen
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Münster - Es ist „ZeitungsZeit“. In dieser Woche ist in Düsseldorf der Startschuss zu einem Medienprojekt gefallen, das die Landesregierung Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit dem Zeitungsverlegerverband NRW initiiert hat. 50.000 Neuntklässler in ganz Nordrhein-Westfalen lesen zwei Monate lang die Tageszeitung.
Die Westfälischen Nachrichten, die seit vielen Jahren in Sachen Medienprojekt ein wichtiger Partner für die Schulen im Verbreitungsgebiet sind, unterstützen das Landes-Projekt. Es stellt gewissermaßen eine Variante zum klassischen „Klasse!“-Projekt dar.
Im WN-Verbreitungsgebiet haben sich 56 neunte Jahrgänge für die „ZeitungsZeit“ angemeldet. Sie lesen zwei Monate lang die Tageszeitung. Doch es geht in dem Projekt nicht nur darum, sich mit dem Medium vertraut zu machen: Es geht für die Jugendlichen auch um Wirtschaftsthemen - und den Nutzwert einer Tageszeitung.
Gerade um wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen, bietet die Tageszeitung eine Fülle an praxisnahem Material. Dies reicht von Berichten über die regionale Wirtschaft, den Arbeits- und Ausbildungsmarkt bis zu Porträts regionaler Unternehmen.
Das Einmaleins der Marktwirtschaft, so hat das begleitende Projektbüro „Partner für Schule.nrw“ mitgeteilt, ist Schülern oft wenig bekannt. Eine Jugendstudie ergab, dass vier von zehn Befragten zwischen 14 und 24 Jahren mit dem Begriff Soziale Marktwirtschaft „nichts Bestimmtes“ verbinden. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen (54 Prozent) konnte auch nicht erklären, was eine „Inflationsrate“ ist.
Nur rund die Hälfte (53 Prozent) der Befragten konnte annähernd richtig umschreiben, was das Grundprinzip von „Angebot und Nachfrage“ bedeutet. Diese Lücke will das Projekt „füllen“. Im Rahmen von „ZeitungsZeit“ wird es ein Glossar geben, das in den kommenden Wochen in unserer Zeitung veröffentlicht wird.
