Zeitungszeit
Do., 04.11.2010
"ZeitungsZeit" zieht Halbzeitbilanz
|
|
Ob im Deutsch-, Sozialkunde-, Politik- oder im Wirtschaftsunterricht – die Inhalte von regionalen Zeitungen bereichern den Schulunterricht. Diese Zwischenbilanz ziehen die Initiatoren des laufenden Projekts „ZeitungsZeit Nordrhein-Westfalen – Selbstständigkeit macht Schule“. Über 50.000 Schülerinnen und Schüler an 860 Schulen in NRW bekommen seit sechs Wochen regionale Tageszeitungen kostenfrei in die Klassen geliefert. Das bundesweit größte Zeitungs-Projekt soll die Medien- und Lesekompetenz fördern, ökonomische Bildung vermitteln und damit die Neuntklässler bei der Berufsorientierung unterstützen. Das Konzept geht auf. Medienministerin Dr. Angelica Schwall-Düren sagt: „Zeitungen gehören in jede Schule. Angesichts einer sich immer weiter ausdifferenzierenden Medienlandschaft, finden sich viele Menschen darin nicht mehr zurecht. Das Projekt trägt dazu bei, dass Jugendliche frühzeitig den Umgang mit Medien lernen.“ Bei "ZeitungsZeit" Nordrhein-Westfalen stellen die Projektpartner nicht nur die Zeitungen drei Monate lang zur Verfügung, sondern liefern auch die passenden Unterrichtsmaterialien. Noch bis zum 17. Dezember lernen die Jugendlichen, Nachrichten zu vergleichen, zu hinterfragen und für sich zu verwerten. Die Schülerinnen und Schüler lernen wie eine Zeitung aufgebaut ist, was der Pressekodex bedeutet und wie sich das Medium bestmöglich nutzen lässt. Über die Theorie hinaus schreiben sie selber Artikel und erfahren so am konkreten Beispiel mehr über das Handwerk des Journalisten sowie über Produktionsprozesse. Das ist ein wichtiges Ziel der Medienerziehung, denn nur wer weiß, wie Wissen aufbereitet wird, wie Meinungen gemacht werden können, versteht, wie gesellschaftliche Entscheidungen zustande kommen. Zusätzlich sind Arbeitsblätter zu aktuellen Themen für die Lehrerinnen und Lehrer abrufbar. Anhand von Artikeln zur Karstadt-Übernahme werden beispielsweise wirtschaftliche Zusammenhänge erklärt und im Unterricht diskutiert.