Großartiger Abschluss der WN-Spendenaktion
271 .691 Euro für Hilfsbedürftige

Münster -

Mit einem überdurchschnittlichen Ergebnis wurde die WN-Weihnachtsspendenaktion 2017 offiziell abgeschlossen. Die vier Projektpartner berichten über die Verwendung der Leser-Spenden bei einem Besuch im Medienhaus Aschendorff.

Samstag, 10.03.2018, 12:03 Uhr

Strahlende Gesichter angesichts des großartigen Ergebnisses der WN-Weihnachtsspendenaktion 2017: Zum Abschluss wurden die Projektpartner von den Verlegern Dr. Benedikt Hüffer (2.v.l.) und Dr. Eduard Hüffer (3.v.r.), Chefredakteur Dr. Norbert Tiemann (r.) sowie dem münsterischen Redaktionsleiter Ralf Repöhler (l.) empfangen.
Strahlende Gesichter angesichts des großartigen Ergebnisses der WN-Weihnachtsspendenaktion 2017: Zum Abschluss wurden die Projektpartner von den Verlegern Dr. Benedikt Hüffer (2.v.l.) und Dr. Eduard Hüffer (3.v.r.), Chefredakteur Dr. Norbert Tiemann (r.) sowie dem münsterischen Redaktionsleiter Ralf Repöhler (l.) empfangen. Foto: Wilfried Gerharz

Vier wichtige soziale Projekte in Münster und in Nepal haben dank der WN-Leser nun eine sichere finanzielle Basis, um die Arbeit weiter ausbauen zu können. Über 271.000 Euro kamen bei der WN-Weihnachtsspendenaktion durch knapp 2000 Einzelspenden zusammen. „Bemerkenswerte Zahlen, die die Großherzigkeit der WN-Leser zeigen, für die wir sehr dankbar sind“, so Verleger Dr. Benedikt Hüffer bei der offiziellen Abschlussveranstaltung mit den Projektpartnern im Medienhaus an der Hansalinie.

Das höchste Spendenaufkommen von knapp 59.000 Euro konzentrierte sich auf den Ökumenischen Eine-Welt-Kreis St. Nikolaus Wolbeck, der sich im vom Erdbeben betroffenen Nepal für den Bau von Schulen und Biogasanlagen einsetzt. Nach dem verheerenden Erdbeben von April 2015, das auch rund 47.000 Klassenräume zerstörte, hat sich der Wolbecker Verein dem Wiederaufbau verschrieben. Derzeit werden zehn Schulen in Kooperation mit Partnern vor Ort wieder aufgebaut. „Mit dem Geld der WN-Spendenaktion werden wir acht weitere Schulen errichten“, kündigte Vereinsvorsitzender Christoph Roer an. Zudem sollen zahlreiche weitere Familien kleine, mit Kuhdung betriebene Biogasanlagen erhalten und damit gesundheitsschädliche Verbrennungsstellen in den Häusern ersetzen.

Spendenanteile

Bei der WN-Weihnachtsspendenaktion 2017 kamen insgesamt 271.691,27 Euro zusammen.

Für alle Projekte: 81.899,21 Euro (auf alle vier Projekte aufgeteilt)

Entwicklungshilfe: 58.867,90 Euro

Kinderneurologiehilfe: 47.057,08 Euro

Wohnhilfen: 45.747,27 Euro

Kinderdialyse: 38.119,81 Euro

...

Für ein lebenswertes Zuhause von ehemals Wohnungslosen in Münster setzt sich der Förderverein für Wohnhilfen ein. Für ältere Wohnungslose über 60 entstehen derzeit elft Appartements inklusive Gemeinschaftsräumen in der neuen Wohnanlage auf dem ehemaligen TÜV-Gelände. Dank der WN-Spenden sei nun die Möblierung der Appartements und auch die Küchenausstattung in der Gemeinschaftsküche gesichert, freute sich Fördervereinsvorsitzender Bernd Mülbrecht. „In den Appartements erhalten die Bewohner soviel Versorgung wie nötig und soviel Eigenständigkeit wie möglich.“

An der Zukunft hilfebedürftiger Menschen baut auch die Kinderneurologiehilfe, die jährlich 40 bis 50 Familien mit Kindern betreut, die nach einem schweren Unfall an den Folgen einer Hirnfunktionsstörung leiden. Organisch scheinen die Kinder oft nach einiger Zeit wieder gesund zu sein. „Aber die Veränderungen der Persönlichkeit und die Probleme sind oft gravierend“, verdeutlichte Vereinsvorsitzende Gertrud Wietholt, die für die finanzielle Unterstützung der umfangreichen Beratungsarbeit dankte. Geplant seien zudem weitere kostenlose Schulprojekte, bei denen wichtige Präventionsarbeit geleistet werde. Stichwort: Fahrradhelm.

In gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen tauschten sich die Teilnehmer beim Abschluss der Spendenaktion aus.

In gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen tauschten sich die Teilnehmer beim Abschluss der Spendenaktion aus. Foto: Wilfried Gerharz

Eine ähnlich wichtige Arbeit zur Integration von Menschen mit chronischen gesundheitlichen Einschränkungen leistet auch der Förderverein „Hilfe für das nierenkranke Kind“. Wenn Kinder an drei Tagen in der Woche stundenlang auf die Dialyse angewiesen sind, „ist das eine Belastungsprobe für die gesamte Familie“, erklärte Dr. Stefan Fründ vom Förderverein, der unbürokratisch bei der Lösung von Alltagsproblemen hilft – ob bei der dringend nötigen Haushaltshilfe, der Rechtsberatung oder bei Schulproblemen.

Finanziell gesichert seien nun auch die nächsten zehntägigen Familien-Aufenthalte mit medizinischer Begleitung und Anschluss an das Dialyse-Zentrum auf Norderney. Fründ: „So geben wir den Betroffenen die Möglichkeit, einmal Kraft zu schöpfen für die Bewältigung der kommenden Probleme.“

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