Bildungszentrum im Kongo
Mo., 31.10.2011
Verletzte Seelen heilen helfen
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Münster - Sie wurden misshandelt und ausgenutzt, haben brutale Gewalt erlebt. Ihnen wurden Waffen in ihre kleinen Hände gedrückt. Sie mussten töten. Das hat ihre Seele krank gemacht. Ihren Familien entrissen, wurden sie in die Armee eingegliedert - Kindersoldaten im Kongo.
Sie wurden vor zwei Jahren entlassen, nachdem die Internationale Völkergemeinschaft Druck machte. Traumatisiert bestreiten sie seitdem ihren Alltag. Ohne Schulabschluss, ohne Berufsausbildung, ohne Zukunftsperspektive. Sie schuften im Bergwerk bis zum Umfallen. Für 80 Cent am Tag.
Kaplan Hilarius Mbao Nawej von der St.-Ida-Gemeinde Gremmendorf sorgt sich um diese Kinder und Jugendlichen. Die von Kriegen verwüstete Demokratische Republik Kongo ist auch seine Heimat. Ihnen will er unter die Arme greifen. Ein Bildungszentrum für etwa 100 Kinder mit angeschlossenen Lehrwerkstätten soll den ehemaligen Kindersoldaten, darunter auch Mädchen, eine Zukunft eröffnen.
„Denn fast jeden Tag sterben Kinder im Bergwerk, die bei der Arbeit verschüttet werden“, erzählt der Geistliche ergriffen. Umso dankbarer ist er, dass er für das Kongo-Projekt Unterstützung in St. Ida und beim Förderverein der Gemeinde erfährt.
Und nun auch mit der großzügigen Spendenbereitschaft der WN-Leser rechnen kann, die dabei helfen können, verletzte Kinderseelen zu heilen.
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