Lichtblick für Kindersoldaten
Mi., 21.12.2011
Bildungszentrum kann gebaut werden
Die ehemaligen Kindersoldaten erhalten dank der Spendenbereitschaft der WN-Leser eine Chance.
Münster -
Kaplan Hilarius ist überglücklich über die Summe, die WN-Leser für das Kongo-Projekt gespendet haben. „Das Bildungszentrum kann gebaut werden“, freut sich der Geistliche aus St. Ida, der die Not seiner Landsleute am besten kennt. Die frohe Nachricht sei auch in der Gemeinde St. Jean in Musonoie / Kolwezi angekommen, erzählt Kaplan Hilarius, der in ständigem Kontakt zum dortigen Pfarrer steht.
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Etwa 100 ehemalige Kindersoldaten, darunter auch Mädchen sowie Kriegswaisen, sollen im Bildungszentrum etwas Ordentliches lernen, um sich im Leben behaupten zu können. Sie werden zwar in die katholische Gemeinde integriert, sind Messdiener oder singen im Kirchenchor. Dennoch sieht ihr Alltag bitter aus, wenn sie – um zu Überleben – in Bergwerken bis zum Umfallen illegal schuften, abends in zerstörte Häuser zurückkehren und auf Säcken nächtigen. Unter maroden Dächern, die mit Plastiktüten abgedeckt sind. Ohne familiäre Bindung, ohne Chance auf ein menschenwürdiges Leben. „Fast jeden Tag sterben Kinder im Bergwerk“, sagt Kaplan Hilarius.
Das Bildungszentrum mit angeschlossenen Lehrwerkstätten als Weihnachtsgeschenk aus Münster lässt am Himmel im Kongo einen hellen Lichtschein aufleuchten. Für einstige Kindersoldaten, die unermessliches Leid erfahren haben und für die WN-Leser, die mit Herz gespendet haben.
