Mi., 19.10.2016

Brandenburgerin will nicht zahlen Lieber Knast als Rundfunkbeitrag

Heute schon GEZahlt? Nein, sagt eine Brandenburgerin - und soll nun ein halbes Jahr ins Gefängnis.

Heute schon GEZahlt? Nein, sagt eine Brandenburgerin - und soll nun ein halbes Jahr ins Gefängnis. Foto: dpa

Eine alleinerziehende Mutter aus Brandenburg soll sechs Monate ins Gefängnis, weil sie ihren Rundfunkbeitrag nicht zahlen will. Konkret geht es nach Angaben der Frau um 309,26 Euro für das Jahr 2013. 

Von dpa

„Wir haben den Titel gegen die säumige Beitragszahlerin, zuständig für die Vollstreckung ist aber das Amt Beetzsee“, sagte ein Sprecher des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) über den Fall der 43-Jährigen. „Wie dieser Beitrag eingetrieben wird, darauf haben wir keinen Einfluss.“ 

Der rbb könne nicht einfach auf die Eintreibung des Beitrags bei Einzelnen verzichten, betonte der Sender-Sprecher. „Wir müssen den Rundfunkbeitrag aus Gründen der Gerechtigkeit von jedem einfordern.“ Die 43-Jährige aus der Nähe von Brandenburg/Havel arbeitet als Clown und hat nach eigenen Angaben nur ein geringes Einkommen: „Ich höre weder Radio, noch schaue ich Fernsehen“, sagte sie.

Eine Frau aus dem thüringischen Geisa hatte in einem ähnlichen Fall von Februar bis April dieses Jahres im Gefängnis gesessen, bis der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) den Antrag auf Erlass des Haftbefehls zurückgezogen hatte.

Ende 2014 waren laut Beitragsservice insgesamt 4,5 Millionen Konten von Bürgern, Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen im Mahnverfahren oder in Vollstreckung.

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