Mo., 06.12.2010

Kultur Nachrichten 100 Meisterwerke aus Westfalen

Von unserem Redaktionsmitglied Johannes Loy

Münster - Wer erinnert sich nicht gerne an die Fernsehsendung „1000 Meisterwerke “, die in den 80er Jahren auf herausragende Weise Kunstwerke der Welt vorstellte? Nun gibt es endlich etwas Vergleichbares für Westfalen : Klaus Kösters präsentierte im Franz-Hitze-Haus seinen opulenten Bildband „100 Meisterwerke Westfälischer Kunst“, der im münsterischen Aschendorff-Verlag erschienen ist.

Voll des Lobes zeigte sich der CDU-Kulturpolitiker Prof. Dr. Thomas Sternberg : „Das ist ein echtes Coffee Table Book.“ Ein Buch also, das nicht im Regal steht, sondern stets auf dem Kaffee-Beitischchen bereitliegt, damit man es jederzeit zum Lesen und Blättern zur Hand hat. Schon vom optischen Eindruck her nimmt dieses Buch für sich ein. Auf jeder rechten Seite findet sich ein großformatiges Bild, links nimmt sich der 1946 in Detmold geborene Autor, Kunsthistoriker und wissenschaftliche Referent im Westfälischen Museumsamt in prägnanter und gut lesbarer Sprache der einzelnen Kunstwerke an.

Natürlich hatte der Autor die Qual der Auswahl, doch die Mühe lohnte sich. Wir finden sakrale Kunstschätze der Region ebenso wie moderne Plastik, spätmittelalterliche Altarmalerei ebenso wie Werke der klassischen Moderne. Der Autor räumt mit der Vorstellung auf, dass es eine typisch „westfälische“ Kunst gebe: „Diese Region war immer offen für fremde Einflüsse.“ So finden sich in dem Band Künstler und Kunstwerke aus Westfalen, wie wir es heute in seinen „Grenzen“ zwischen Siegen und Minden verstehen.

Die Reise durch Geschichte und Kunst beginnt im 9. Jahrhundert mit Gewölbemalerei in der ehemaligen Abteikirche Corvey. Reliquienschreine oder das prächtige Paradiesportal des münsterschen Domes markieren das Mittelalter, die frühneuzeitliche Altarmalerei ist mit dem Meister von Schöppingen und natürlich Konrad von Soest vertreten. So rankt sich der Bogen bis zur klassischen Moderne mit August Macke und Christian Rohlfs. Das Buch endet mit Tisa von der Schulenburgs (1903-2001) ausdrucksstarker Rohrfederzeichnung „Hiob“.

» Klaus Kösters: 100 Meisterwerke Westfälischer Kunst. Aschendorff Verlag Münster, 224 Seiten, zahlreiche Fotos, 34.80 Euro.

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