Kultur
Mi., 22.02.2012
Ex-«Tatort»-Kommissar Brückner inszeniert Theaterstück
Maximilian Brückner stellt sich neuen Herausforderungen. Foto: Tobias Hase
München (dpa) - Der Schauspieler Maximilian Brückner betritt Neuland und geht unter die Theaterregisseure. Am Münchner Volkstheater inszeniert der 33-Jährige die bayerische Skandalgeschichte «Magdalena» von Ludwig Thoma.
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Seine Neuinterpretation des Stoffes um die bigotten Moralvorstellungen des Deutschen Kaiserreiches feiert an diesem Donnerstag Premiere.
Brückner, Ex-«Tatort»-Kommissar im Saarland, begann seine Schauspielkarriere am Münchner Volkstheater. Unter der Regie von Intendant Christian Stückl spielte er in «Geierwally» und «Die Räuber Kneißl». Im Kino war er zuletzt in «Resturlaub» und «Rubbeldiekatz» zu sehen - und in einer kleinen Rolle in Steven Spielbergs «Gefährten».
Der Wechsel ins Regiefach fiel dem Schauspieler nicht ganz leicht, wie er der Zeitung «Welt am Sonntag» sagte. «Da eine Sprache zu finden, damit die anderen verstehen, was man von ihnen will, ist nicht so einfach», sagte er. «Ich spür' jetzt die Verantwortung. Als Regisseur bin ich es, der ein Gesamtkonzept im Kopf haben muss. Und das Gemeine ist, dass man erst am Schluss sieht, ob das, was man sich gedacht hat, auch aufgeht. Da habe ich schon ein bisschen Schiss.»
Für seine erste Regiearbeit kehrt er nun an seine alte Wirkungsstätte zurück. «Magdalena» erzählt die Geschichte eines Mädchens, das aus dem Dorf in die Stadt abgehauen ist, dort als Prostituierte arbeitet und nach seiner Rückkehr von der Dorfgemeinschaft fertig gemacht wird - so lange, bis der Vater Magdalena ersticht. Brückner interessieren daran «die Mechanismen, die immer dann einsetzen, wenn jemand anders ist». Für die Hauptrolle hat Brückner sich darum auch schon einmal etwas Spezielles ausgedacht: Magdalena wird von einem Mann gespielt - von seinem Bruder Florian.
Den «Tatort»-Zeiten trauert Neu-Regisseur Brückner immer noch etwas hinterher, wie er der Münchner «Abendzeitung» vom Mittwoch sagte. «Es ist halt schade, weil wir ein gutes Team waren.» Aus der Zeit nehme er seine Erfahrungen im Saarland mit, «weil's einfach schee war», und die enge Beziehung zu seinem Kollegen Gregor Weber. «Wir sind wirklich gute Freunde geworden.»
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