Kultur
Mi., 22.02.2012
Zwei Theater bringen selten gespieltes Fassbinder-Stück
Der Regisseur Rainer Werner Fassbinder (Archivfoto vom 17.02.1978). Foto: Istvan Bajzat
Dortmund (dpa) - Zum 30. Todestag des Regisseurs Rainer Werner Fassbinder (1945-1982) bringen gleich zwei Theater seine wenig bekannte Komödie «Satansbraten» auf die Bühne. Die grelle Farce nach dem gleichnamigen Film von 1976 hat am Donnerstag Premiere im Theater im Depot in Dortmund.
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Die Produktion des freien Theaters Glassbooth in der Regie von Eva Zitta toure bis zum Todestag Fassbinders am 10. Juni durch das Ruhrgebiet, teilte das Theater mit. Außerdem hat «Satansbraten» in der Regie von Stefan Pucher am 14. März Premiere in den Münchner Kammerspielen.
«Satansbraten» ist erst 2002 in Bremen uraufgeführt und seitdem nach Angaben von Glassbooth nicht mehr gespielt worden. Im Mittelpunkt der bissigen Satire steht der einst gefeierte und dann unter einer Schreibblockade leidende Dichter Walter Kranz.
Fassbinder («Angst essen Seele auf», «Die Ehe der Maria Braun») starb 1982 in München. Der legendäre Filmregisseur hatte auch Bühnenstücke wie das als antisemitisch kritisierte Schauspiel «Der Müll, die Stadt und der Tod» (1975) verfasst. Das Stück war nach jahrzehntelangen Kulturkämpfen 2009 erstmals in Deutschland aufgeführt worden - in Mülheim an der Ruhr.
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