Westfalen wird 200: Gewichtiger Band präsentiert „Geschichte einer Region“
Startschuss für einen runden Geburtstag

Münster -

Dieses Buch ist ein Schwergewicht: 17 berufene Autoren, 864 Seiten, 250 Abbildungen und viele grundsätzliche Erkenntnisse über eine Region, die sich Westfalen nennt, zugleich aber auch von der Vielfalt seiner Regionen lebt. Im kommenden Jahr wird Westfalen in seiner heutigen Gestalt 200 Jahre alt. Grund genug, Westfalen mit Ausstellungen – die wichtigste im Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund –, Vorträgen und sonstigen Kulturereignissen zu feiern. Das theoretische, historiografische Futter dazu liefert ein neue Buch aus dem Aschendorff-Verlag in Münster: „Westfalen in der Moderne 1815-2015. Geschichte einer Region.“

Freitag, 28.11.2014, 16:11 Uhr

Herausgeber Dr. Karl Ditt, Landesdirektor Matthias Löb und Prof. Dr. Bernd Walter (v.l.), Chef des Instituts für westfälische Regionalgeschichte, präsentieren das Westfalen-Buch.
Herausgeber Dr. Karl Ditt, Landesdirektor Matthias Löb und Prof. Dr. Bernd Walter (v.l.), Chef des Instituts für westfälische Regionalgeschichte, präsentieren das Westfalen-Buch. Foto: -loy-

Landesdirektor Matthias Löb und Buchverlagsleiter Dr. Dirk F. Paßmann stellten das Opus gestern vor. „ Westfalen verfügt über eine ausgeprägte regionale Geschichte, die starke Eigenentwicklungen und Besonderheiten aufweist“, sagte Löb. Dr. Karl Ditt , einer der Hauptautoren des Buches, gelang es in wenigen Minuten, diese Besonderheiten vor den Medienvertretern im Landeshaus herauszuarbeiten. Wirtschaftlich: Westfalen sei durch eine starke Industrialisierung geprägt, was in einer ersten Etappe zu Wohlstand, in einer zweiten aber auch zu Strukturkrisen geführt habe. Gesellschaftlich: Hier hob Ditt die „Arbeiterbauern“ mit ihrer agrarisch-gewerblichen Doppelstellung heraus, die ein besonders prägendes Milieu bildeten. Kulturell: Westfalen erlebte eine starke kirchliche Prägung durch starke Bistümer, blieb aber auch noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts in der Heimatbewegung sehr in Antimodernismus und Zivilisationskritik stecken. Auf politischem Feld nannte Ditt die Spannung zwischen „Region und Zentrale“, aber auch die Sonderstellung der Landschaftsverbände mit starker kommunaler Beteiligung in NRW als prägend.

Alle diese Aspekte kommen in dem Buch, das sowohl Fachleute wie inter­essierte Laien anspricht, zum Tragen.

Zum Thema

Karl Ditt u.a.: Westfalen in der Moderne 1815-2015. Geschichte einer Region. Aschendorff-Verlag, Münster, 864 Seiten, 250 Abbildungen, 29.95 Euro.

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