Premiere des Mystery-Thrillers „8cht“
Ein Killer geht um

Ein Serienkiller geht um im Kreis Steinfurt. Auch die ziemlich verschrobene Witwe Erna Grzimek (grandios: Marjorie Hegenbeck) wird nicht verschont – sie stirbt daheim in der Badewanne. Der schon etwas ältere Profiler Karl Hartmann (Manfred Ody) und die junge Polizistin Julia Lammers (Nele Hilgenbrink) versuchen, die Morde aufzuklären. Denn die Polizistin verfügt über ein fotografisches Gedächtnis – und nimmt außerdem viel mehr in der Umgebung wahr als andere Menschen.

Dienstag, 10.03.2015, 18:03 Uhr

Winfried Bettmer (r.) sprach nach der Vorführung mit (v. l.) Klaus Uhlenbrock (Drehbuch), Nele Hilgenbrink (Hauptdarstellerin) und Roland Busch (Regie).
Winfried Bettmer (r.) sprach nach der Vorführung mit (v. l.) Klaus Uhlenbrock (Drehbuch), Nele Hilgenbrink (Hauptdarstellerin) und Roland Busch (Regie). Foto: heh

„8cht“ lautet der Titel des Mystery-Thrillers, der vorwiegend im Kreis Steinfurt gedreht wurde und nun im Kino Cinema in Münster seine Premiere feierte. Vor einem begeisterten Publikum, das viel Beifall spendete.

Es überzeugt, wie der Bogen vom Attentat in New York vom 11. September 2001 zur fiktiven Freimaurerloge im Kreis Steinfurt gespannt ist – und dramaturgisch trägt. Der mit 120 Minuten recht lange Film, der aus fast 400 Stunden Material entstand, ist dennoch kurzweilig. Weil die Polizistin selbst ins Zwielicht gerät.

Winfried Bettmer , der Geschäftsführer der Filmwerkstatt Münster, fragte den aus Nordwalde stammenden Regisseur Roland Busch und den Borghorster Drehbuchautor Klaus Uhlenbrock nach der Vorführung, ob sie mit dem Film zufrieden seien? „Ja, eigentlich ist er so geworden, wie ich es mir gewünscht habe“, antwortete Busch schmunzelnd.

Landrat Thomas Kubendorff spielte sich in der No-Budget-Produktion selbst, und auch die Journalisten-Schar, die in einer der stärksten Szenen des Films eine Pressekonferenz der Polizei belebt, ist so real wie die Drehorte – vom Bürogebäude bis zum Atelier im Fachwerkhaus. Schauspieler und Crew, vom Regisseur bis zur Maskenbildnerin, arbeiteten fast zwei Jahre lang an den Film. Ohne Honorar.

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