Mi., 03.01.2018

Gegenseitige Gratulationen Wie sich „heute-journal“ und „Tagesthemen“ selbst feiern

Und plötzlich steht der baumlange Ulrich Wickert wieder da, um den Anschmecker auf die gleich folgenden „Tagesthemen“ zu servieren, die an diesem Dienstagabend so ganz anders ausfallen als sonst. Kein Wunder: Wie das zuvor schon im ZDF gesendete „heute-journal“ wird auch das Nachrichtenmagazin im Ersten an diesem Tag 40. Was am Ende beider Sendungen zu gegenseitigen Gratulationen an die „geschätzte Konkurrenz“ führt. Nett, aber skurril.

Von unseremRedaktionsmitgliedPetra Noppeney

Marietta Slomka darf sich als „ heute-journal“-Moderatorin – im Digitalstudio ist eigens das Interieur der ersten Studiokulisse aufgebaut – in jenen bequemen braunen Ledersessel flätzen, aus dem heraus Gründungsmoderator Dieter Kronzucker am 2. Januar 1978 seine Anmoderation mit dem Wörtchen „also“ begann. Wie um der Sprache des neuen Magazins, im Gegensatz zur verlesenen Nachrichtensendung, eine gewisse Schnodderigkeit zu verpassen.

Während die Kollegen der ARD zur einmaligen Doppelmoderation der Jubiläumssendung durch Caren Miosga und Ingo Zamperoni noch sechs Vorgänger – von Tom Buhrow bis Anne Will – ins Studio holen, begnügt sich das ZDF mit eingespielten Grußworten. Wolf von Lojewski ist einer der ehemaligen Moderatoren des „heute-journals“, der das Problem kennt, stets „die Story des Tages erwischen“ zu müssen. Ob dem Magazin dies immer gelungen sei? „Nicht immer – also jedenfalls zu meiner Zeit!“, sagt er in typischer Lojewski-Manier. „Heute seid ihr natürlich ganz toll.“

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