Kino-Kritik
„Maria by Callas“: Glutvoll fauchen

Mit ihrer ewigen Konkurrentin Renata Tebaldi war Maria Callas (1923 – 1977) eine der beiden Jahrhundertsopranistinnen, die sich laut Kutsch/Riemers durch „die glutvolle Dramatik des Vortrags“ (Callas) und die „Reinheit der Intonation und die Eleganz des Vortrags“ (Tebaldi) unterschieden. 

Freitag, 18.05.2018, 14:05 Uhr

Maria Callas mit Aristoteles Onassis in einer Szene des Dokumentarfilms „Maria by Callas“
Maria Callas mit Aristoteles Onassis in einer Szene des Dokumentarfilms „Maria by Callas“ Foto: dpa

Der Diva, die an Fresssucht litt und mit 23 Jahren 90 Kilo schwer war, worauf Fastenkuren folgten, ist der Dokumentarfilm „Maria by Callas“ von Tom Volf gewidmet. 

Der einfühlsame Kommentar von Eva Mattes versucht, die Diva aus sich heraus zu erklären, den Widerspruch zwischen der verletzlichen Frau im ungeliebten Körper und der Opernvirtuosin, die auch schon mal unrein „brüllte“, zu erschließen.

Leidenschaftlich bewundert von Freunden und mit wilder Abneigung von Gegnern verfolgt, war die Callas Objekt der Sensationspresse, für die ihr Fauchen und ihre Ehen mit älteren Männern (Bauunternehmer Battista Meneghini, Reeder Aristoteles Onassis) gefundenes Fressen war. Mit seltenen Aufnahmen, Interviews und bislang unbekannten Dokumenten ist der Film ein Fest für Fans der Diva.

Im Gegensatz zur Tebaldi, der man einen ähnlichen Film wünscht, ist die Callas der Mailänder Scala nicht treu geblieben. La Donna è mobile. Sehenswert. 

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5748973?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F197%2F201%2F1819671%2F
Klare Angelegenheit: Preußen Münster besiegt BSV Schüren mit 7:0
Fußball: Westfalenpokal: Klare Angelegenheit: Preußen Münster besiegt BSV Schüren mit 7:0
Nachrichten-Ticker