„Skyscraper“: Action mit The Rock
Flammender Wolkenkratzer

Was man so alles mit einer Bein-Prothese anstellen kann. Man hält damit Aufzugtüren offen oder man nutzt ihn, um nicht an der Außenfassade eines Wolkenkratzers abzustürzen. Man kann auch einen physikalisch unmöglichen Sprung von einem Baukran aus in das offene Fenster des Gebäudes wagen. Ein Lob der Prothetik.

Freitag, 13.07.2018, 12:30 Uhr

Ganz schön heiß hier: Will Sawyer (Dwayne Johnson) bezwingt mitten im Flammenmeer die Außenwände des höchsten Gebäudes der Welt – in Hongkong.
Ganz schön heiß hier: Will Sawyer (Dwayne Johnson) bezwingt mitten im Flammenmeer die Außenwände des höchsten Gebäudes der Welt – in Hongkong. Foto: Universal

Der Kerl, der das mit Entschlossenheit vorführt, ist Dwayne „The Rock“ Johnson, der sich im Katastrophenfilm „Skyscraper“ nach eigener Aussage vor den Actionfilmen verbeugt, die ihn „mit Schneid und Herz“ geprägt haben. Das sind „Flammendes Inferno“ (1974, mit Steve McQueen und Paul Newman), „Stirb langsam“ (1989, mit Bruce Willis) und „Auf der Flucht“ (1992, mit Harrison Ford).

Für The Rock, der kürzlich mit „Baywatch“ den schlechtesten Film seiner Karriere ablieferte, ist „Skyscraper“ in der Tat ein buchstäblicher Aufstieg. Als Sicherheitschef des „The Pearl“ genannten und mit 240 Etagen höchsten Wolkenkratzers der Welt in Hongkong bekämpft er den Brandherd im 96. Stockwerk, plättet eine Bande, die einen Überfall unternimmt und ihm die Schuld am Feuer zuschiebt, und rettet seine Familie, die Opfer der Unholde und der Flammen zu werden droht.

Dafür unternimmt er waghalsige Kletterpartien, wobei ihn seine zu Beginn eingehandelte Beinbehinderung nicht wesentlich stört. The Rock bezwingt den Tower wie einen Mustang und hat Helfer- und Familiensinn für sich gepachtet (ähnlich wie in „San Andreas“, wo er als Pilot unterwegs ist). Bemerkenswert ist, dass sich seine Ehefrau (Neve Campbell aus „Scream“) durchaus selbst zu helfen weiß.

Von der Optik her ist „Skyscraper“ ein Fest für Pyromanen, wo es an allen Ecken und Enden brennt und Feuerwalzen und spektakuläre Perspektiven sich in 3D besonders gut machen. Beim völlig im Computer entstandenen Hochhaus haben Designer bei Etagen mit Eigenleben ganze Arbeit geleistet. Der beste Spezialeffekt jedoch ist The Rock selbst.

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