Sa., 23.09.2017

Rockstar Promi-Geburtstag vom 23. September 2017: Bruce Springsteen

Die Konzerte von Bruce Springsteen dauern in der Regel viele Stunden.

Die Konzerte von Bruce Springsteen dauern in der Regel viele Stunden. Foto: Claudio Peri

Er ist einer der größten Rockstars aller Zeiten, die Bodenhaftung aber hat der «Boss» nie verloren. Mit seinem hemdsärmeligen Rock'n'Roll begeistert er seit weit über 40 Jahren seine zahlreichen Fans.

Von dpa

Berlin (dpa) - Alle wollen Bruce Springsteen sehen: In Windeseile waren sämtliche Tickets für sein achtwöchiges Broadway-Debüt (Oktober/November) vergriffen. Wenig später wurden bereits erste Karten für bis zu 6700 Dollar angeboten. Ein Wahnsinn.

Da war es eine gute Idee, dass die Show «Springsteen on Broadway» um zehn Wochen verlängert worden ist. «Meine Show besteht nur aus mir, der Gitarre, dem Klavier und Worten und Musik», erklärte Springsteen, der in einem Theater mit 960 Plätzen auftritt. Er wollte eine Show «so persönlich und intim wie nur möglich» machen.

Sonst sind Springsteen-Konzerte absolute Großereignisse: Als der «Boss» im letzten Jahr im Rahmen seiner «The River Tour» in München in Berlin auftrat, kamen zu den beiden Konzerten zusammen über 120 000 Fans.

Die Karriere von Bruce Springsteen, der heute 68 Jahre alt wird, begann vor über 40 Jahren - und lief zunächst etwas schleppend an. 1973 kamen seine ersten Alben «Greetings From Ashbury Park, NJ» und «The Wild, The Innocent The E Street Shuffle» heraus. Beileibe keine großen Erfolge, die Springsteen aber den Ruf einbrachten, ein «neuer Bob Dylan» zu sein.

Legendär ist der Ausspruch des Musikkritikers Jon Landau, der nach einem Konzert 1974 schrieb: «Ich habe die Zukunft des Rock'n'Roll gesehen und ihr Name ist Bruce Springsteen.»

Er sollte Recht behalten: Schon das dritte Album «Born to Run» bringt 1975 den Durchbruch, mit «Born in the U.S.A» ist 1984 der Olymp der Rock-Musik endgültig erklommen. Dass der Titelsong des Albums mit seiner Anti-Kriegs-Botschaft oft als patriotische Jubelhymne fehlgedeutet wird, hat den Künstler allerdings lange geschmerzt.

Mit seinem erdigen Rock, den eingängigen Melodien und poetischen Texten gehört Springsteen zu den populärsten Rockmusikern aller Zeiten. Auch wenn Springsteen längst Multimillionär ist, hat er sich sein hemdsärmeliges Arbeiterklassen-Image stets erhalten: Er erzählt von der Kehrseite des amerikanischen Traums - von den Sorgen und Nöten, Wünschen und Hoffnungen, verpassten Chancen und geplatzten Träumen des «kleinen Mannes».

«Ich weiß, wie die Welt von unten aussieht», sagt er. Sein Vater war ein ewiger Verlierer, der bei Ford am Fließband und später als Busfahrer arbeitete. Den kleinen Bruce hat er immer schlecht behandelt. In seiner im letzten Jahr erschienenen Autobiographie «Born to Run» erklärte Springsteen das auch damit, dass dieser den Sohn als Konkurrenten um die Liebe der Mutter sah.

Und so war es auch seine Mutter Adele, die ihren Sprössling aus dem grauen Familienalltag herauszuhelfen versuchte: Sie nahm einen Kredit über 60 Dollar auf, um dem Jungen die heiß ersehnte erste Gitarre zu kaufen. «Es gab zwei Dinge, die bei uns unbeliebt waren. Das eine war ich und das andere meine Gitarre», erzählte er später.

Aber das Instrument wurde sein Rettungsanker: «Die Gitarre ist das Werkzeug, mit dem ich versuche, der Welt einen Sinn zu geben», sagte er einmal, «sie ist für mich so eine Art Schutzengel.»

Bruce Springsteen hat in seinem Leben immer Stellung bezogen und auch aus seiner politischen Einstellung hat er nie ein Hehl gemacht, auch wenn sie in seinen Texten eher indirekt zum Ausdruck kommt. Von Anfang an hat er Barack Obama tatkräftig unterstützt und stand auch bei dessen Amtseinführung auf der Bühne. Und was hält Bruce Springsteen von Donald Trump? Nicht viel. Den US-Präsidenten hat er als einen «Idioten» beschimpft.

Den Spitznamen «Boss» hat Springsteen übrigens aus den 70er Jahren, als er seine Band nach den gemeinsamen Auftritten noch in bar auszahlte. «Ich habe mich nie um diesen Namen gerissen. Wenn ich es mir aussuchen könnte, wäre mir Herr Springsteen lieber. Oder einfach: der Typ aus New Jersey», sagte er einmal.

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