Belastung steigt
Mo., 06.02.2012
Feinstaub: Grenzwerte in NRW an jeder dritten Mess-Station überschritten
(Symbolbild)
Dessau/Münsterland - Nach wie vor herrscht in Deutschland dicke Luft. Das jedenfalls zeigen die vorläufigen Zahlen zur Feinstaub-Belastung 2011, die das Umweltbundesamt (UBA) gam Montag in Dessau veröffentlicht hat.
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Der Tagesgrenzwert liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, er darf an 35 Tagen eines Jahres überschritten werden. Deutschlandweit maß jede fünfte Station häufigere Überschreitungen.
UBA- Präsident Jochen Flaßbarth rief dazu auf, bei der Luftreinhaltung nicht nachzulassen „und vor allem in Städten und Ballungsräumen mehr zu tun“. Feinstaub belastet die Atemwege und kann zu Herz-Kreislauf-Problemen führen. Besonders im Industrieland NRW sind die Feinstaub-Werte zu hoch. An jedem dritten der mehr als 60 Kontrollpunkte wurde 2011 die 50 Mikrogramm-Grenze überschritten.
Spitzenreiter Gelsenkirchen
Spitzenreiter war eine Station in Gelsenkirchen; dort wurden an 79 Tagen höhere Konzentrationen festgestellt, also an mehr als jedem fünften Tag. Auch im Münsterland haben die drei Stationen höhere Staub-Konzentrationen gemessen.
Wurden 2010 die Grenzwerte an den beiden Stationen in Münster an sieben beziehungsweise 21 Tagen überschritten, geschah dies im vergangenen Jahr an 22 respektive 15 Tagen. Deutlich höhere Umweltbelastungen maß die Kontrollstation in Borken.
Verschlechterung aufgrund klimatischer Bedingungen
Dort wurde 2011 an 24 Tagen der Grenzwert überschritten, das sind 14 Tage mehr als im Vorjahr. Jutta Geiger vom Landesumweltamt in Recklinghausen erklärt die Verschlechterung vor allem mit klimatischen Bedingungen. „Der fehlende Niederschlag im Herbst und zum Winteranfang hat dafür gesorgt, dass die Staubpartikel nicht aus der Luft gewaschen worden sind“, sagte sie.
Für UBA-Präsident Flaßbarth sind Umweltzonen in den Städten ein geeignetes Mittel, um die Feinstaub-Belastung dauerhaft zu reduzieren. „Mit der Einführung der modernsten Abgas-Norm ,Euro 6’ und immer mehr schadstoffarmen Autos werde die Situation in Zukunft besser.“
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