Kommentar
Mo., 06.02.2012
Zweifelhafter Erfolg der Umweltzonen
Zehntausende deutsche Autofahrer haben – gefördert mit Steuergeld – Filter nachgerüstet. Viele weitere haben sich gleich einen neuen Wagen gekauft: Denn was nützt es, wenn der alte noch gut läuft, aber mangels Feinstaubplakette nicht mehr in die Innenstadt darf? Und nun das: Die Feinstaubbelastung ist wieder gestiegen – trotz aller Umweltzonen.
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Die Gründe liegen auf der Hand: Der Autoverkehr ist bei Weitem nicht die einzige Quelle für die gefährlichen Partikel. Der ADAC geht davon aus, dass nur neun Prozent des in Städten gemessenen Staubs aus den Auspuffen stammen. Auch Heizungen, Industrieanlagen, Loks und Baumaschinen tragen zur Belastung bei.
Und schon die Wetterlage – Luftdruck und Regen – spielt eine gravierende Rolle bei der Frage, welche Werte gemessen werden.
Alles das schlägt sich im ernüchternden Ergebnis nieder. Es stimmt: Feinstaub kann schwere Lungenerkrankungen auslösen. Es ist daher richtig, auf den Einsatz möglichst moderner, sauberer Technik zu drängen.
Doch angesichts dieses Ergebnisses stellt sich die Frage, ob der Hirnschmalz der Beamten sowie das Geld des Staates und der Bürger im Fall der Umweltzonen richtig angelegt waren. Vielleicht hätten der Steuervorteil für die Filter und die schärferen Grenzwerte für neue Autos allein denselben Effekt gehabt?
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