Mi., 11.01.2017

Donald Trump Erste Pressekonferenz seit Wahlsieg

PK Trump. Foto: Evan Vucci/AP/dpa

Der designierte US-Präsident Donald Trump spricht am 11.01.2017 bei einer Pressekonferenz in der Lobby des Trump-Towers in New York. Foto: Evan Vucci/AP/dpa

New York - Mit Spannung wurde erwartet, ob Trump sich auch zu massiven, aber unbewiesenen Vorwürfen äußern wird, die von russischen Geheimdiensten stammen sollen.

Von dpa

Mit den Informationen zu seinem Privatleben und geschäftlichen Beziehungen nach Russland sollen russische Dienste versucht haben, Trump erpressbar zu machen.

Es ist die erste Pressekonferenz Trumps seit Juli 2016. Im November gewann er die Wahl. Noch nie hat ein gewählter US-Präsident so lange nach seinem Wahlsieg den Medien nicht Rede und Antwort gestanden.

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Der designierte US-Präsident Donald Trump will für die USA der größte Arbeitsplatzbeschaffer aller Zeiten sein. Trump wiederholte am Mittwoch vor Medien in New York ein entsprechendes Versprechen aus dem Wahlkampf. Er werde sehr hart daran arbeiten, sagte Trump. „Wir haben eine Bewegung, die niemand erwartet hat“, sagte Trump. Er wird das Amt am 20. Januar übernehmen.

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Wir werden der größte Arbeitsplatzbeschaffer sein, den Gott je geschaffen hat. Daran glaube ich. Das versichere ich Ihnen.

Der künftige US-Präsident Donald Trump am Mittwoch in New York auf seiner ersten Pressekonferenz nach der Wahl Anfang November

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Trump weist Russland-Vorwürfe entschieden zurück

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat jüngste Vorwürfe in Zusammenhang mit seinen Verbindungen nach Russland scharf zurückgewiesen. Die Medienberichte darüber seien „Unsinn“, sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in New York. „Ich habe großen Respekt vor der Pressefreiheit“, sagte Trump. Er dankte denjenigen Medien, die mit den Informationen vorsichtig umgegegangen seien. Zuvor hatte er US-Medien in ihrer Gesamtheit als „unehrlich“ bezeichnet.

Hackerangriffe

Trump sieht Russland hinter den Hackingangriffen während des Präsidentschaftswahlkampfes. „Es war Russland“, sagte Trump am Mittwoch auf eine entsprechende Frage eines Reporters. Er sei aber auch der Meinung, dass es noch von anderen Ländern Hackerangriffe auf die USA gegeben habe.

Trump hatte bislang Zweifel an der Einschätzung der amerikanischen Geheimdienste geäußert, wonach Russland hinter den Angriffen auf Computer der Demokraten stand. Die Dienste werfen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, sich damit in den Wahlkampf eingemischt zu haben, und die Wahl von Trump favorisiert zu haben.

Trump hatte sich in den vergangenen Wochen für ein besseres Verhältnis zu Russland ausgesprochen. „Wir werden sehen, was ich für ein Verhältnis zu Russland haben werde“, sagte Trump am Mittwoch. Es sei nicht sicher, wie das aussehen werde. Er hoffe, dass er mit Putin auskommen werde. „Ich hoffe, ich komme mit Putin klar. Kann gut sein, dass nicht.“

Trump will seine Steuererklärung weiter nicht veröffentlichen

Der designierte US-Präsident Donald Trump will seine Steuererklärung weiterhin nicht veröffentlichen. Außer Reportern interessiere sich niemand dafür, sagte Trump am Mittwoch vor Medien in New York. Er werde seine beiden Söhne Eric und Donald Jr. seine Firmen führen lassen, sagte Trump.

„Ich mache das, obwohl ich es eigentlich nicht müsste.“ Sein Firmenimperium werde eine Struktur haben, die ihn komplett vom Management enthebe. Seine Anwältin sagte in der Pressekonferenz, die Amerikaner könnten sicher sein, dass Trump als Präsident eine Kollision mit seinen Interessen als Immobilienunternehmer vermeiden werde.

Einnahmen von ausländischen Regierungen 

Trump will Einnahmen seiner Firmen, die von ausländischen Regierungen stammen, spenden. Das kündigte seine Anwältin Sheri Dillon am Mittwoch in New York bei der Pressekonferenzan. Das Geld soll an das US-Finanzministerium und damit an den Staatshaushalt gehen.

„Wir versuchen, auch nur den Anschein von Interessenkonflikten zu vermeiden“, sagte Dillon. Sie hatte zuvor angekündigt, dass Trumps Unternehmen künftig von seinen Söhnen Eric und Donald jr. als Treuhänder geführt werden sollen. Trump werde keinerlei Kenntnis über die Geschäfte haben. „Das einzige, was er erfährt, ist das, was er in der Zeitung liest oder im Fernsehen sieht“, sagte Dillon.

Trump zu seinem Kabinett

Trump hat während der Pressekonferenz sein künftiges Kabinett gegen Vorwürfe von Interessenkollisionen verteidigt. „Wir werden eines der besten Kabinette überhaupt haben“, sagte Trump. Insbesondere der künftige Außenminister Rex Tillerson sei brillant, das sagten auch andere über den ehemaligen Präsidenten des weltgrößten Erdölkonzerns ExxonMobil. Er habe smarte Leute gesucht, Interessenkollisionen würden ausgeschlossen.

Obamacare

Zur Zukunft der Gesundheitsvorsorge sagte Trump: „Obamacare ist ein komplettes Desaster.“ Die vom scheidenden Präsidenten Barack Obama eingeführte Gesundheitsreform werde abgeschafft und danach ersetzt werden. Wie und womit, sagte Trump nicht. Die Materie sei sehr kompliziert. Man werde etwas viel Besseres schaffen.

Proteste vor Trump Tower während Pressekonferenz

Vor dem New Yorker Trump Tower ist es während der Pressekonferenz des künftigen US-Prädidenten Donald Trump zu Protesten gekommen. Mehrere Grüppchen von Demonstranten versammelten sich am Mittwoch vor dem Hochhaus in Manhattan, in dem die Pressekonferenz stattfand, und riefen teils lautstark Anti-Trump-Slogans.

Zudem hielten sie Plakate in die Höhe, auf denen unter anderem „Schmeißt Trump in die Tonne“ stand. Unter die Dutzenden Demonstranten, Schaulustigen und Journalisten auf der noblen Fifth Avenue waren auch einzelne Trump-Befürworter. Die Polizei hatte den Bereich um den Eingang des Wolkenkratzers allerdings weiträumig abgesperrt und ließ Proteste nur auf der anderen Straßenseite zu.

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