Keine Ausnahmen bei neuem Mindestabstand zu Wohnbebauung
Gegenwind für Windräder

Düsseldorf -

Für die von der schwarz-gelben Landesregierung geplante Beschränkung für neue Windräder wird es keine großzügigen Ausnahmen geben. Genehmigte Windkraftanlagen und in der Auktion des Bundes gegebene Zusagen fallen noch nicht unter den neuen Mindestabstand von 1500 Metern zur nächsten Wohnsiedlung. „Aber darüber hinaus sehen wir keine Notwendigkeit, Vorhaben zu schützen, zumal wir ja auch vor den Wahlen sehr deutlich gemacht haben, dass wir eine andere Politik wollen“, stellt FDP-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart im Interview mit unserer Zeitung klar. Allerdings werde für das Repowering bestehender Anlagen ein geringerer Abstand gelten.

Montag, 24.07.2017, 21:07 Uhr

Keine Ausnahmen bei neuem Mindestabstand zu Wohnbebauung : Gegenwind für Windräder
Er soll aufwärts gehen: Ministerpräsident Armin Laschet (r.) hat mit Andreas Pinkwart einen Politiker in sein Kabinett geholt, der bis Juli 2010 bereits der NRW-Landesregierung von Jürgen Rüttgers angehörte. Foto: dpa

Die Förderung von in Gestein gebundenem Erdgas durch Fracking sei kein Thema, betont Pinkwart . „Wir werden Fracking weder vorantreiben noch unterstützen.“ Für den Wirtschaftsminister ist die Energiewende „bei Weitem noch nicht zu Ende gedacht“. Er plädiert für einen Neustart, mit dem erneuerbare und konventionelle Energieträger in ein Marktpreissystem einfließen. Die Braunkohle sei dabei noch eine wichtige Brückenenergie.

Mit einer Gründer-Initiative will Pinkwart NRW und die einzelnen Regionen auf Augenhöhe mit Berlin oder München bringen, aber auch europaweit glänzen lassen. Dabei komme dem Rheinland zwar derzeit eine führende Rolle zu. „Dafür möchte ich aber nicht die einzelnen Landesteile gegeneinander ausspielen, sondern den Scheinwerfer überhaupt auf den Standort Nordrhein-Westfalen lenken“, erklärt Pinkwart. „Mal rückt Ostwestfalen-Lippe in den Blickpunkt, mal das Münsterland, das Ruhrgebiet oder das Rheinland: Aber wir sind jeweils vorne mit dabei.“

Für den Ausbau der Datennetze, um bis 2025 flächendeckend Gigabit-Übertragungsraten zu erreichen, planen CDU und FDP rund sieben Milliarden Euro Investitionen. Bis zu 2,3 Milliarden davon werde das Land aus eigener Kraft stemmen, so Pinkwart.

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