Vor Markus Pieper liegt ein Wahlkampfjahr
„Auch Pro-Europäer dürfen streiten“

Ladbergen -

Für Markus Pieper wird das Jahr 2018 zur großen Herausforderung: Zum einen stehen für den EU-Parlamentarier aus Lotte grundlegende, vertiefende Reformen der Währungs- und Sozialunion an, die von der EU-Kommission angestoßen wurden – und mit einer hoffentlich bald arbeitenden deutschen Regierung schnell zum Ergebnis geführt werden sollen.

Freitag, 12.01.2018, 19:01 Uhr

Markus Pieper
Markus Pieper Foto: Gunnar A. Pier

Zum anderen wirft der Wahlkampf seine Schatten voraus: Im Mai 2019 wird die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments neu bestimmt, bereits jetzt laufen für den Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU /CSU-Gruppe im EU-Parlament die Vorbereitungen.

Dabei setzt Pieper auf eine Mischung aktueller Themen wie Digitalisierung, Sicherheit und Entwicklung. Die EVP-Fraktion konzeptioniere gerade eine große „Mehrwertkampagne“, die aufzeigen soll, was Europa leistet. Andererseits legt Pieper Wert darauf, die parteipolitischen Unterschiede stärker zu betonen: „Auch Pro-Europäer müssen streiten dürfen.“

Für die Region gehe es unter anderem darum, die EU-Förderquote zu sichern. Denn die Umsetzung des Brexits wird Löcher in den EU-Haushalt reißen – „da kann man auf die Idee kommen, gerade reicheren Regionen weniger EU-Gelder zu geben“.

Welches Europa wollen wir? Für Pieper eine zentrale Frage. Pläne von SPD-Chef Martin Schulz für einen EU-Superstaat nach dem Modell Vereinigte Staaten sieht er dabei skeptisch. Osteuropa und Skandinavien würden dies ohnehin ablehnen. Besser sei es, mit einer Gruppe von Staaten bei wichtigen Fragen voranzugehen und anderen anzubieten, mitzumachen. Nicht rein oder raus bis zum Jahr 2025 sei die Frage: „Es geht darum, den kleinsten gemeinsamen Nenner weiterzuentwickeln.“

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