Schwangerschaftsabbruch
Gesundheitsminister Spahn pocht auf Werbeverbot für Abtreibungen

Berlin -

Das jüngste Mitglied in Merkels Kabinett legt nach: Gerade ist der Wirbel über seine Hartz-IV-Äußerungen verzogen, da greift der neue Gesundheitsminister Gegner des Werbeverbots für Abtreibungen scharf an.

Sonntag, 18.03.2018, 16:03 Uhr

Schwangerschaftsabbruch: Gesundheitsminister Spahn pocht auf Werbeverbot für Abtreibungen
Das undatierte Foto zeigt einen sieben Wochen alten Fötus in einer Fruchtblase. Foto: dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Gegner des Werbeverbots für Abtreibungen scharf angegriffen und sich gegen eine Änderung des Paragrafen 219a ausgesprochen. „Mich wundern die Maßstäbe: Wenn es um das Leben von Tieren geht, da sind einige, die jetzt für Abtreibungen werben wollen, kompromisslos.“ Allerdings werde in der Debatte manchmal gar nicht mehr berücksichtigt, dass es um ungeborenes menschliches Leben gehe.

Bei Schwangerschaftsabbrüchen sei vor vielen Jahren „ein mühsamer gesellschaftlicher Kompromiss“ gefunden worden, sagte Spahn. „Ich warne davor, diesen jetzt leichtfertig zu gefährden.“

Erboste Reaktionen

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach und Vertreter von Grünen und Linkspartei warfen Spahn vor, mit seiner Zuspitzung zu spalten, was ungut für die Debatte sei. „Es geht nicht um Werbung für Abtreibung, sondern neutrale Information.“ Der Strafrechtsparagraf 219a verbietet die Werbung für Abtreibungen aus wirtschaftlichem Eigeninteresse oder „in grob anstößiger Weise“.

Eine Verurteilung der Ärztin Kristina Hänel durch das Amtsgericht Gießen aufgrund dieses Paragrafen hatte eine Debatte über das Werbeverbot ausgelöst. Am Dienstag hatte die SPD-Bundestagsfraktion einen Gesetzentwurf zur Abschaffung des Paragrafen aus Rücksicht auf die Koalitionspartner zurückgezogen.

Sollte es bei der derzeitigen Rechtslage Informationslücken geben, werden wir sicher eine Lösung finden, dass Frauen einen noch besseren Zugang zu allen nötigen Informationen bekommen.

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer ließ bei dem Thema Kompromissbereitschaft erkennen: „Sollte es bei der derzeitigen Rechtslage Informationslücken geben, werden wir sicher eine Lösung finden, dass Frauen einen noch besseren Zugang zu allen nötigen Informationen bekommen“, sagte sie. Eine „Aufweichung des Werbeverbots“ stehe für die Union aber nicht zur Diskussion.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 101.200 Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen – 2,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Kirchen hatten sich im Einvernehmen mit der Spitze der Unionsparteien für ein weiter bestehendes Verbot der Werbung ausgesprochen.

1000-Kreuze-Gebetszug durch Münster

Am Samstag hatten Abtreibungsgegner mit einem Gebetszug „1000 Kreuze für das Leben“ in Münster für den Schutz des ungeborenen Lebens demonstriert.

Gebetszug „1000 Kreuze für das Leben“

1/74
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke
  • Foto: Karin Höller, Matthias Ahlke

Hundertschaften der Polizei sicherten den Gebetszug angesichts von zwei angemeldeten Gegendemonstrationen ab.

Gegendemo zum Gebetszug „1000 Kreuze für das Leben“

1/53
  • Große weiße Holzkreuze werden beim Gebetszug von Abtreibungsgegnern durch die Innenstadt getragen. Die Prozession wurde schon im Vorfeld von Protesten begleitet. Foto: Karin Höller
  • Große weiße Holzkreuze werden beim Gebetszug von Abtreibungsgegnern durch die Innenstadt getragen. Die Prozession wurde schon im Vorfeld von Protesten begleitet. Foto: Karin Höller
  • Große weiße Holzkreuze werden beim Gebetszug von Abtreibungsgegnern durch die Innenstadt getragen. Die Prozession wurde schon im Vorfeld von Protesten begleitet. Foto: Karin Höller
  • Große weiße Holzkreuze werden beim Gebetszug von Abtreibungsgegnern durch die Innenstadt getragen. Die Prozession wurde schon im Vorfeld von Protesten begleitet. Foto: Karin Höller
  • Große weiße Holzkreuze werden beim Gebetszug von Abtreibungsgegnern durch die Innenstadt getragen. Die Prozession wurde schon im Vorfeld von Protesten begleitet. Foto: Karin Höller
  • Große weiße Holzkreuze werden beim Gebetszug von Abtreibungsgegnern durch die Innenstadt getragen. Die Prozession wurde schon im Vorfeld von Protesten begleitet. Foto: Karin Höller
  • Große weiße Holzkreuze werden beim Gebetszug von Abtreibungsgegnern durch die Innenstadt getragen. Die Prozession wurde schon im Vorfeld von Protesten begleitet. Foto: Karin Höller
  • Große weiße Holzkreuze werden beim Gebetszug von Abtreibungsgegnern durch die Innenstadt getragen. Die Prozession wurde schon im Vorfeld von Protesten begleitet. Foto: Karin Höller
  • Große weiße Holzkreuze werden beim Gebetszug von Abtreibungsgegnern durch die Innenstadt getragen. Die Prozession wurde schon im Vorfeld von Protesten begleitet. Foto: Karin Höller
  • Große weiße Holzkreuze werden beim Gebetszug von Abtreibungsgegnern durch die Innenstadt getragen. Die Prozession wurde schon im Vorfeld von Protesten begleitet. Foto: Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
  • Foto: Matthias Ahlke, Karin Höller
Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5600388?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F197%2F199%2F
Udo kommt unter‘n Lötkolben
Nur ein Fußabdruck blieb von der kleinen Udo-Statue, der Rest wurde gestohlen. Die große Statue kehr zurück auf den Sockel, sobald Udo geflickt worden ist.Im Moment ruht sie auf dem Bauhof, soll aber nach der Sommerpause wieder auferstehen: die Udo-Lindenberg-Statue.
Nachrichten-Ticker