"Fahrradfrühling 2018"
Die neusten Trends rund ums Rad

Münster -

Auch wenn in Deutschlands Fahrradhauptstadt Münster die Leeze zu keiner Jahreszeit gescheut wird, steht mit dem Frühling eine neue Saison bevor. Ein fahrradbegeisterter Promi stellt die neuen Trends und Entwicklungen vor.

Mittwoch, 14.02.2018, 15:02 Uhr

"Fahrradfrühling 2018": Die neusten Trends rund ums Rad
Komiker und Moderator Wigald Boning fachsimpelt über die neuen Trends der Fahrradsaison mit Gunnar Fehlau vom Fachportal pressedienst-fahrrad. Foto: www.pd-f.de / Florian Schuh

Sicherheit geht vor - Licht und Schloss am Rad: Seit diesem Jahr gibt es eine Gesetzesänderung zum Licht an Rädern: So müssen Kinderanhänger für das Rad mit zwei weißen Frontreflektoren sowie zwei roten Heckreflektoren ausgestattet sein, S-Pedelecs haben sogar über eine Blinkeranlage zu verfügen. Diese war, wie auch Brems- und Fernlicht, zuvor noch verboten.

Schlösser mit Diebstahlschutz

Neue Entwicklungen gibt es ebenfalls bei Schlössern. Im Video stellen Gunnar Fehlau und Wigald Boning Schlösser vor, die mit einem Diebstahlschutz ausgestattet sind. Sobald die eingebauten Sensoren durch groben Umgang mit dem Schloss einen Diebstahl vermuten, erzeugt das Schloss einen schrillen Piepton, der nur durch den passenden Schlüssel beendet werden kann. So können der Fahrradbesitzer und auch Passanten in der Nähe des abgestellten Rades auf den Dieb aufmerksam werden.

Im Jahr 2018 soll durch eine weitere Innovation die Parkplatz-Problematik behoben werden: Durch Fahrradständer, die das Rad hochkant an der Wand halten, kann eine Platzersparnis von bis zu 40 Prozent erreicht werden. Dies ist sicherlich von großem Interesse für Mehrparteienhäuser, in denen oft Chaos im Bereich der Fahrradparkplätze herrscht. Auch E-Bikes mit einem Gewicht bis zu 30 Kilogramm können gehalten werden.

Für die tägliche Radnutzung: In der Stadt dienen Fahrräder oftmals nicht hauptsächlich zur Freizeitnutzung, sondern als praktisches Fortbewegungsmittel, vor allem auch für kürzere Wegstrecken. Der Anspruch an diese Fahrräder ist dafür oftmals nicht sehr hoch, sie sollen lediglich funktionstüchtig sein und am besten „wartungsarm“.

Um das Fahrrad auch möglichst effizient nutzen zu können, ist die Wahl des richtigen Zubehörs besonders wichtig. Dazu zählt zum Beispiel der Sattel; denn auch wenn nur kleine Strecken mit dem Rad bewältigt werden, sollte der Sitzkomfort nicht zu kurz kommen. Es empfiehlt sich, einen Sattel mit Aussparung in der Sitzfläche zu wählen, weil so die Druckverteilung optimiert wird.

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Ein Sattel mit Aussparung bietet eine optimale Druckverteilung. Foto: pressedienst-fahrrad

Da das Rad aber vor allem in der Stadt oftmals nicht nur die fahrende Person, sondern auch zusätzliches Gepäck transportiert, sollte jeder Fahrradbesitzer sich Gedanken um die verschiedenen Transportmöglichkeiten machen. Ob auf der Schulter oder am Rad selbst - 2018 gibt es für jede Vorliebe die passenden Tools. Bei Rucksäcken sind besonders die geräumigen und wasserabweisenden Modelle beliebt. Für den Transport am Rad selbst gibt es die Möglichkeit, Taschen an den Gepäckträger zu klicken oder, wenn etwas weniger Last zu transportieren ist, einen Frontgepäckträger anzubringen.

Münsters Fahrrad-ABC: Von A wie Ampel bis Z wie Zeit

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  • Alle Jahre wieder, zum Start des Wintersemesters, ist die Zeit der Frischlinge auf den Radwegen. Mit den neuen Studentinnen und Studenten erobern Tausende Neumünsteraner für sich die deutsche Fahrradhauptstadt. Für viele eine mitunter abenteuerliche Begleiterfahrung des Studienstarts. Hier für die Anfänger auf den Radwegen und alle Leezenliebhaber ein kleines Alphabet des Radverkehrs in Münster von unserer Redakteurin Karin Völker.

    Foto: dpa
  • A wie Ampel: Unbedingt beachten! Ampeln haben in Münster für Fahrradfahrer nicht bloß Empfehlungscharakter. Bei Rot also besser stehenbleiben. Erstens, weil alles andere gefährlich sein kann. Zweitens, weil als Strafe ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei und 100 Euro Strafe drohen. Sehr empfindlich fürs studentische Portemonnaie.

    Foto: Colourbox.de
  • B wie Bürgersteig: Er ist in Münster den Fußgängern vorbehalten. Es gibt ja auch meistens Radwege.

    Foto: Colourbox.de
  • C wie cholerische Anfälle: Sie sind trotz des hier verbreiteten gemäßigten westfälischen Temperaments bei diversen Verkehrsteilnehmern bisweilen zu beobachten. Gilt das Geschimpfe einem selbst, am besten die Ruhe bewahren.

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  • D wie Diskussionen: Sollte man als Fahrradfahrer besser mit anderen Verkehrsteilnehmern nicht anfangen, erst recht nicht mit Polizisten. Diskussionen über die Sinnhaftigkeit von Verkehrsregeln sind zwecklos.

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  • E wie E-Bike: Das Fahrrad mit Batterieverstärkung ist auf Münsters Radwegen schwer im Kommen. Vorsicht vor dem beachtlichen Tempo – wenn sportliche junge Menschen von älteren Herrschaften überholt werden, ist oft ein Akku im Spiel.

    Foto: Oliver Werner
  • F wie Fußgänger: Sie verdienen Rücksicht und Freundlichkeit – auch wenn es mitunter erscheint, die Fußgänger liefen prinzipiell auf Radwegen.

    Foto: Colourbox.de
  • G wie Geschwindigkeit: Tempo 30 in Wohngebieten gilt auch für Radler!

    Foto: Colourbox.de
  • H wie Hamburger Tunnel: Er ist während des Bahnhofsumbaus zentrale Verkehrsachse von und zum Gleis und Ort der friedlichen Koexistenz zwischen Fußgängern und Fahrradfahrern.  Skeptiker staunen: Es funktioniert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • I wie Irren: Es ist menschlich und kommt bei allen Verkehrsteilnehmern vor. Auch wenn das Fahrrad bewegungsfördernder und umweltfreundlicher ist als das Auto: Auch Autofahrer haben im Verkehr manchmal Recht.

    Foto: Colourbox.de
  • J wie Jugend: Das Radfahren in Münster ist keineswegs nur ihr Privileg. In Münster strampeln  auch viele über 80-Jährige noch durch die Stadt. Fahrradfahren ist hier eine generationsübergreifende Angelegenheit – mit vielen Geschwindigkeiten.

    Foto: Colourbox.de
  • K wie Klauen: Der Fahrradklau ist in Münster ein verbreitetes Übel, das die Stadt in der Kriminalitätsstatistik regelmäßig schlecht aussehen lässt. Ein wenig helfen solide Schlösser.

    Foto: Colourbox.de
  • L wie Ludgerikreisel: Für viele Radler ein neuralgischer Punkt. Die Polizei empfiehlt: beherzt auf der Mitte der Spur fahren. Autos kommen meistens auch nicht schneller vorwärts als Radler.

    Foto: Oliver Werner
  • M wie Meimel: Ein münsterischer Ausdruck für Regen – und zwar dessen langanhaltende Form, und damit einer der natürlichen Feinde des Fahrradfahrers. Trotz häufiger Meimelgefahr lässt man sich in Münster nicht so leicht aus dem Sattel vertreiben. Viele auch nicht durch Schnee und Frost: Es gibt hier extra Streufahrzeuge für die Radwege.

    Foto: Colourbox.de
  • N wie Nase: Sie hat der Radfahrer immer im Wind. Nicht ausgeschlossen, dass im Winter dabei mal eine Erkältung rauskommt. Aber was gibt es Schöneres, als im Frühling unter den blühenden Silberlinden auf der Promenade herzuradeln? 

    Foto: Colourbox.de
  • O wie Ordnungshüter: Die Kräfte von Stadt und Polizei schenken dem Radverkehr sehr viel Aufmerksamkeit, besonders zu Semesterbeginn. 

    Foto: Klaus Wiedau
  • P wie Parken: In Münster bisweilen auch für Fahrradfahrer nicht unproblematisch. Merke: Bürgersteige  gehören nicht zugestellt und immer merken, wo das Rad steht. Es soll Studenten geben, die ihre Leezen semesterlang gesucht haben.

    Foto: Colourbox.de
  • Q wie Quälerei: Kommt sogar im Fahrradparadies Münster vor – vor allem immer dann, wenn man Pannen hat.  Zum Glück gibt es an fast jeder Ecke einen Fahrradladen, der helfen kann.

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  • R wie Rücklicht: Sollte unbedingt ebenso wie das Vorderlicht funktionieren. Wenn man nicht selbst kontrolliert, ob es brennt – die Polizei tut es ohnehin und verteilt gegebenenfalls Knöllchen.

    Foto: Colourbox.de
  • S wie Stau: Gibt es in Münster, speziell während der Semesterzeiten auch auf Radwegen. Hier hilft nur Geduld.

    Foto: Colourbox.de
  • T wie Trunkenheit: Auch wer sich noch mit 1,6 Promille Alkohol im Blut für fahrtüchtig hält: Lieber das Rad schieben! Denn auch Fahrradfahrer erwarten Alkoholkontrollen durch die hiesige Polizei. Kein Scherz: Im Extremfall werden Fahrradfahrverbote verhängt.

    Foto: Colourbox.de
  • U wie Unfälle: Sie passieren leider – trotz vieler Maßnahmen der Verkehrsplaner und Polizei immer noch zu häufig. Ein Helm kann manchmal das Schlimmste verhindern. 

    Foto: Colourbox.de
  • V wie Vorsicht: Auch defensive Radfahrer kommen ans Ziel, mitunter sogar schneller als die Draufgänger.

    Foto: Colourbox.de
  • W wie Waschanlage: Luxus, wenn man seinem Drahtesel mal was Gutes will. Gibt es tatsächlich speziell für Fahrräder – im Fahrradparkhaus am Bahnhof.

    Foto: Presseamt/Joachim Busch
  • X&Y sind die Unbekannten und stehen für das Unerwartete beim Radfahren – zum Glück ist das nicht nur der plötzliche Plattfuß. Es gibt auch den Flirt beim Warten an der roten Fahrradampel. . .

    Foto: Colourbox.de
  • Z wie Zeit: Wer in Münster Rad fährt, spart meistens kostbare Minuten. Faustregel: Je näher man sich im Stadtkern bewegt, desto größer die Zeitersparnis. Autofahrer kommen fast immer langsamer ans Ziel.

    Foto: Colourbox.de

Wer sein Rad täglich nutzt, kommt um die gelegentliche Reparatur nicht herum. Heutzutage muss das Rad längst nicht für jede Reparatur zur Werkstatt gebracht werden, für kleinere Eingriffe gibt es viele hilfreiche Tutorials auf Online-Plattformen, die sogar von den Herstellern selbst zur Verfügung gestellt werden.

Mit den neusten Entwicklungen und Trends im Radsportbereich steht dem „Fahrradfrühling 2018“ nichts mehr im Wege.

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