Feuerwerk verboten
China begrüßt das Jahr des Hundes

Im Kreis der Familie feiern die Chinesen das wichtigste Fest des Jahres. Auf Raketen und Böller haben zumindest die Pekinger in diesem Jahr verzichten müssen. Aus Angst vor Smog und Feuer gilt ein striktes Verbot.

Donnerstag, 15.02.2018, 17:02 Uhr

Feuerwerkskörper explodieren während des Neujahrsfestes in Peking (2016). Dieses Jahr darf nicht geböllert werden.
Feuerwerkskörper explodieren während des Neujahrsfestes in Peking (2016). Dieses Jahr darf nicht geböllert werden. Foto: Wu Hong

Peking (dpa) - In China hat das Jahr des Hundes begonnen. Nach ihrem traditionellen Mondkalender feierten die Chinesen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (Ortszeit) ins neue Jahr. Die Hauptstadt Peking musste ohne Feuerwerk auskommen, obwohl damit der Tradition nach böse Geister vertrieben werden.

Um Luftverschmutzung und Feuergefahr zu reduzieren, verbannte die Stadtverwaltung Böller und Raketen aus der Innenstadt. 

Der übermäßige Gebrauch von Feuerwerk hat Peking, das ohnehin für seine schlechte Luftqualität bekannt ist, in der Vergangenheit immer wieder für Stunden in dichtem Smog versinken lassen. Jedes Jahr gibt es zudem bei Unfällen mit Böllern und Raketen Hunderte Verletzte und einige Tote in China. Auch in anderen Großstädten wie Shanghai und Hangzhou verhängten Behörden Verbote. 

Daran gab es jedoch auch Kritik. «Besonders ältere Leute in der Stadt sind gegen das Verbot. Für sie gehört Feuerwerk dazu, weil mit dem Krach die bösen Geister vertrieben werden», sagte der 37-jährige Pekinger Herr Ma. 

Beim traditionellen Kalender folgt der Hund im chinesischen Tierkreis dem häufig etwas arroganten, aber intelligenten Hahn, der laut Astrologen dafür verantwortlich war, dass 2017 die Wirtschaft boomte. Dagegen bringt der Hund laut chinesischer Astrologen trübe Aussichten mit, vor allem, weil er in diesem Jahr auch noch mit dem Element Erde verbunden ist - eine Kombination die es nur alle 60 Jahre gibt.

In Jahren des Erdhundes neigten Menschen dazu, «an Prinzipien und ihren Standpunkten festzuhalten», sagt der Hongkonger Feng-Shui-Meister Raymond Lo, ein bekannter Experte für die «Lehre vom Wind und Wasser». Es werde deshalb zu «harten Auseinandersetzungen und Zusammenstößen in den internationalen Beziehungen kommen». 

Neujahr ist in China der wichtigste Feiertag des Jahres. Es wird durch den Mondkalender bestimmt und fällt jedes Jahr auf ein anderes Datum nach unserem Kalender - in diesem Jahr ist es der 16. Februar. Am Vorabend, dem letzten Tag des alten Jahres, versammelt sich traditionell die ganze Familie zu einem gemeinsamen Essen. Dabei läuft bei vielen im Fernsehen die große Neujahrsgala. 

Hunderte Millionen Chinesen reisten zuvor in der weltweit größten Reisewelle des Jahres über die Feiertage in ihre Heimatstädte. Behörden rechneten über die Festtage und in den Tagen davor und danach mit 389 Millionen Zugreisen sowie 65 Millionen Reisen mit dem Flugzeug. Die Regierung sagte voraus, dass Reisende während des Neujahrsfestes bis zu 476 Milliarden Yuan (61,45 Milliarden Euro) ausgeben werden, ein Anstieg um 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit 6,5 Millionen Menschen würden zudem mehr Chinesen über die Feiertage ins Ausland reisen als jemals zuvor.

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