Fr., 10.01.2014

Elektronik Blinkende Kleider und Jacken mit Navi auf der CES

Kreation der Designerin Laura Dempsey, die bei Bewegungen aufleuchtet. Foto: Britta Pedersen

Kreation der Designerin Laura Dempsey, die bei Bewegungen aufleuchtet. Foto: Britta Pedersen Foto: dpa

Las Vegas (dpa) – Las Vegas ist voller bunter, blinkender Dinge, seien es haushohe Werbeschilder, Spielautomaten – oder Kleidung.

Von dpa

Ein solches Kleid trägt ein Model am Donnerstagabend über einen Laufsteg auf der Elektronik-Messe CES. Kleine LED-Lämpchen lassen den Stoff grün, blau und rot aufleuchten. Es gibt auch eine bunte Variante mit allen Farben, darin erinnert das Kleid an einen Regenbogen oder einen wandelndem Weihnachtsbaum. Die Zuschauer recken ihre Handys und Kameras in die Höhe.

Das Regenbogen-Kleid ist eins von einem guten Dutzend Kleidungsstücken, die auf der Modenschau gezeigt werden. In allen Kleidungsstücken kommt Technologie zum Einsatz, seien es blinkende LED-Leuchten oder ferngesteuerte Sensoren. Es gibt ein nachtblaues Kleid einer kanadischen Designerin. Darin sind Lämpchen eingearbeitet, die aufblinken wenn die Trägerin sich bewegt.

Und es geht weiter: Sensoren in Sportunterwäsche messen den Puls der Träger. Fitnessarmbänder zählen Schritte. Eine Jacke weist den Weg, indem sie der Trägerin Signale an der Schulter gibt. Zu einem Outfit gehört eine Brille mit eingebauter Videokamera. Die funktioniert ähnlich wie Googles Datenbrille Glass, sieht allerdings tatsächlich wie eine Brille aus. Die Kamera ist unauffällig im schwarzen Bügel versteckt.

Viele der vorgestellten Modelle sind entweder schrill-bunt oder gehören klar in die Fitness-Ecke. «Es ist ein sehr neues und abenteuerliches Gebiet für Designer», sagt Shannon Hoover, der ähnliche Modenschauen organisiert. Die Modedesigner seien noch am Ausprobieren, ebenso wie die IT-Firmen. «Wir haben noch nicht die eine Hammer-Anwendung für tragbare Geräte.»

Schrittzähler im Sport-BH oder Navigationshilfen in der Jacke sind eher Spielereien als ernsthafte Verkaufsargumente. Hoover schweben Gesundheits-Programme vor, die nicht nur den Herzschlag messen, sondern ihre Träger vor einem möglichen Herzinfarkt warnen können. Das könnte Kunden einen Grund liefern, ihre Körperfunktionen laufend von der eigenen Kleidung überwachen zu lassen.

Auch abseits des Laufstegs ist tragbare Technologie ein großer Trend auf der CES. In den Messehallen gibt es an jeder Ecke Fitnessarmbänder und mit dem Internet verbundene Uhren, sogenannte Smartwatches, zu sehen. «Ich arbeite mit vielen Menschen gemeinsam an der Technologie», sagt etwa Amy Winters. Sie verwendet Stoff mit eingebauten LED-Leuchten in ihren Kleidern, die auf Knopfdruck die Farbe wechseln können.

Viele der tragbaren Geräte sind allerdings nicht besonders tragbar. Hier könnte die Elektronik-Branche sich Hilfe aus der Modeszene suchen. Einige Hersteller tun das bereits; Apple etwa holte kürzlich eine Führungskraft von der Luxusmarke Burberry an Bord. «Ich will etwas machen, das tragbarer ist», sagt auch David Meisenholder, der die Kamerabrille entworfen hat.

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