Mehrere Regierungen boykottieren die WM
Als Erste sagte Theresa May ab

münster -

Die Eröffnungszeremonie der WM werden einige Länder demonstrativ boykottieren. Als Erste erklärte die britische Premierministerin Theresa May im März, dass ihre Regierung wegen des Gift­anschlags auf den Russen Viktor Skripal in Salisbury die WM in Russland boykottieren werde. Auch der Präsident des englischen Fußballverbandes, Prinz William, wird nicht zu Spielen der „Three Lions“ reisen.

Donnerstag, 14.06.2018, 08:46 Uhr

Ka­trin Jakobsdottir
Theresa May wird nicht nach Russland zur WM reisen. Foto: dpa

Polen, Island, Dänemark, Schweden, Australien und Japan schlossen sich der britischen Haltung an.

Polens Präsident Andrzej Duda stellte sich rasch hinter May, wird am 14. Juni nicht in Moskau sein. Später ließen dann auch die anderen Regierungschefs verlauten, dass sie der Eröffnungsfeier und auch den Matches ihrer Nationalteams fernbleiben werden.

Insbesondere für das isländische Kabinett und Präsident Gudni Johannesson ist dies sicherlich kein leichter Schritt, da sich das kleine Land erstmals für eine WM-Endrunde qualifiziert hat. Premierministerin Ka­trin Jakobsdottir verwies zum Grund des Boykotts auf die „angestrengte Beziehung“ zwischen Russland und der EU. Man wolle ein Zeichen der Unterstützung für die EU setzen, erklärte sie im schwedischen Radiosender SR. Immerhin führen ja Tausende Isländer nach Russland, um das Team anzufeuern. Auf deren „Hu“-Ritual freuen sich schon Fans aus aller Welt.

Australien schickt auch keinen Regierungsvertreter an die Moskwa, allerdings wird der dortige Botschafter die Spiele der „Socceroos“ anschauen.

In der Ukraine, deren Elf nicht qualifiziert ist, wurde mit Blick auf die Annexion der Krim und den Krieg in der Ostukraine ein genereller diplomatischer Boykott gefordert. Das ukrainische TV zeigt die WM nicht.

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