Energiepreise zum Jahresstart
Heizöl und Sprit teurer, Gas billiger

Berlin/Hamburg (dpa) - Heizöl ist einer Analyse zufolge für die deutschen Verbraucher so teuer wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Im Januar seien die Preise um 2,7 Prozent gegenüber dem Dezember gestiegen, wie aus einer Untersuchung der European Climate Foundation (ECF) hervorgeht.

Samstag, 17.02.2018, 08:02 Uhr

Für Gas mussten die deutschen Endkunden weniger zahlen.
Für Gas mussten die deutschen Endkunden weniger zahlen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Die Kosten für Heizölkunden waren damit im Schnitt so hoch wie zuletzt Mitte 2015, berichtete die auf Energie- und Klimafragen spezialisierte Stiftung in Berlin. Bei Kraftstoffen mussten Autofahrer ebenfalls mehr ausgeben, hier war das Plus zum Jahresstart mit 0,3 Prozent aber deutlich geringer. Erdgas wurde im Januar dagegen im Monatsvergleich etwas günstiger (-0,7 Prozent).

Bei ihrer Auswertung stützt sich die ECF auf offizielle Daten mehrerer Länder und vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI). Insgesamt gab es im Januar eine leichte Zunahme der Energiepreise in Deutschland (+0,4 Prozent) gegenüber dem Dezember. Diesel-Sprit wurde um 1,2 Prozent teurer, Treiber waren hier - wie auch beim Heizöl - vor allem wieder steigende Rohölpreise. Das HWWI hatte hier kürzlich in Euro gerechnet einen Zuwachs um 5,6 Prozent gemeldet.

Gas wurde an den Weltmärkten insgesamt zwar ebenfalls deutlich teurer. Jedoch mussten die deutschen Endkunden weniger zahlen - das Niveau war so niedrig wie seit knapp sieben Jahren (März 2011) nicht. Im Vergleich zum Jahresbeginn 2017 mussten die Verbraucher für Energie insgesamt etwas tiefer in die Tasche greifen (+0,9 Prozent).

Laut HWWI war eine starke Nachfrage nach Rohöl der Grund dafür, dass die Lagerbestände in den USA zuletzt sanken. Das trieb die Preise. Bei Erdgas war der Kälteeinbruch in Nordamerika im Januar ein wichtiger Faktor. Insgesamt lag der Preisindex für Energierohstoffe (+6,2 Prozent in Euro) deutlich über dem für Industrierohstoffe (+3,2 Prozent). Nahrungs- und Genussmittel wurden billiger (-1,8 Prozent).

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