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Zwangspause für Bernard Latchimy

Mittwoch, 19.09.2007, 16:09 Uhr

Ahlen. Der völlig unnötige und durchaus Rot-würdige „Schubser“ gegen den Stralsunder Ivan Nincevic , der von den Schiedsrichtern nur mit einer Zwei-Minuten-Strafe geahndet wurde, sowie die anschließende Diskussion und der hämische Applaus für die Unparteiischen, der zur Verdopplung der Strafe führte – das alles hatte ASG-Coach Diethard von Boenigk schon am Freitag während der Partie in der Friedrich-Ebert-Halle die Zornesröte ins Gesicht getrieben. Als Bernard Latchimy dann wenig später, nur Sekunden nachdem er wieder in der Abwehr stand, die dritte Zeitstrafe kassierte und schon nach 18 Spielminuten vorzeitig zum Duschen gehen durfte, war das Maß endgültig voll.

Nun hat der Verein reagiert und den Franzosen gestern mit sofortiger Wirkung zunächst für zwei Begegnungen vom Spielbetrieb des Zweitliga-Teams suspendiert. Schon gestern Abend beim Pokalspiel in Delitzsch fehlte Latchimy und auch am Samstag in Rostock wird er nicht mit von der Partie sein. „Wie es dann weiter geht, muss man sehen“, erklärte Manager Dietmar Kupfernagel. „Dieses Verhalten war vereinsschädigend und richtete sich auch ganz klar gegen die Mannschaft, die in diesem Spiel alles gegeben hat.“

Nicht zum ersten mal leistete sich der Linkshänder einen solchen „Ausraster“: Bereits in der vergangenen Saison beim Auswärtsspiel in Hamm verließ er nach einer Roten Karte nur zögerlich das Feld und kassierte zusätzlich noch zwei Minuten, die dann ein Mannschaftskollege absitzen musste. Zudem brachte er am Ende der Saison in Stralsund durch eine unnötige Diskussion mit den Schiedsrichtern und einer daraus resultierenden Strafzeit die ASG fünf Minuten vor Ende der Partie um einen durchaus möglichen Punktgewinn.

Bernard Latchimy soll ab sofort bei Martin Nelling im Verbandsliga-Team mittrainieren und auch in der ASG-Reserve zum Einsatz kommen. Da die Regularien des DHB allerdings einen Einsatz in einer klassenniedrigeren Mannschaft des Vereins erst nach einer Pause von zwei Pflichtspielen erlauben, könnte sich die „Beurlaubung“ also durchaus auch über einen längeren Zeitraum erstrecken.

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