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Zweitliga-Umschau: Hildesheim muss sich weiter gedulden

Mittwoch, 26.09.2007, 19:09 Uhr

Ahlen. Weiter auf den ersten Saisonsieg muss auch nach dem vierten Spieltag in der 2. Handball-Bundesliga Nord Erstliga-Absteiger und Wiederaufstiegs-Favorit Eintracht Hildesheim warten. Im Topspiel beim selbsternannten Meisterschaftsfavoriten Stralsunder HV unterlagen die Niedersachen trotz einer sehr starken Anfangsphase und den meisten Führungsminuten am Ende mit 29:30 (13:12) und belegen derzeit nur Rang 14 der Tabelle. Die Gastgeber dagegen schafften trotz hohen Rückstands (1:7/10.; 18:23/43.) erstmals in dieser Spielzeit den Sprung an die Tabellenspitze.

Den Platz an der Sonne musste der TV Emsdetten an die Sundstädter abgeben. Die bis dahin noch verlustpunktfreien Münsterländer unterlagen bei Aufsteiger LHC Cottbus überraschend mit 33:38 (15:18) und rutschten auf Platz zwei ab. So wurde aus der vermeintlichen Pflichtaufgabe auf dem Weg zu einem 10:0-Rekord-Start eine echte Bauchlandung, vor der Trainer Patrick Liljestrand bereits im Vorfeld gewarnt hatte. Ständig lief der TVE einem Drei- oder Vier-Tore-Rückstand hinterher und kassierte schon bis zur Pause 18 Gegentreffer. Nach dem Wechsel zog der LHC sogar auf 24:18 weg und brachte die Partie dann sicher über die Zeit.

Einen schon sicher geglaubten Sieg verschenkte der ASV Hamm beim 25:25 (14:12) gegen den SV Post Schwerin. Vier Minuten vor Schluss führten die Rothenpieler-Schützlinge noch mit 24:20, glaubten selbst die Optimisten im Lager der Mecklenburger nicht mehr an einen Punktgewinn an der Lippe. Dabei war es zuvor ein relativ enges Spiel gewesen, in dem Post noch in der 51. Minute zum 20:20 hatte ausgleichen können. „Wir haben zu viele leichte Fehler gemacht. Am Ende des Spiels haben wir dann zu früh abgeschlossen“, analysierte ASV-Coach Kay Rothenpieler anschließend.

Mit einem 30:29 (13:16)- Last-Minute-Sieg gegen die Reserve des SC Magdeburg konnte die HSG Varel ihren zweiten Sieg einfahren und sich auf Rang fünf verbessern. Der Erfolg war allerdings bis zum Schluss hart umgekämpft, denn erst in den Schlusssekunden verwandelte Christian Brecht den entscheidenden Strafwurf. Den ersten Durchgang hatten die Magdeburger Youngster dominiert und lagen meist mit drei Toren vorn. Erst nach dem 23:23-Ausgleich lieferten sich beide Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen. HSG-Trainer Peter Kalafut lobte nach Spielende die Moral seines Teams, das im fünften Pflichtspiel den vierten Sieg einfahren konnte: „Über die Art und Weise dieses Erfolges spricht in zwei Wochen keiner mehr“.

Spannung bis in die letzte Sekunde gab es auch beim Anhalt-Derby zwischen dem Dessau-Roßlauer HV und dem SV Anhalt Bernburg, welches die Gäste schließlich mit 33:31 (15:17) für sich entschieden. Wechselnde Führungen ließen schon über die gesamte Spielzeit keine Langeweile aufkommen, doch hatte es die Schlussphase in sich: Bernburg glich aus zum 30:30 (58.), legte vor auf 31:30 und erzielte dann nach dem zwischenzeitlichen 31:31 der Gastgeber noch zwei Treffer.

Zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sicherte sich die SG Achim/Baden mit dem 34:31 (14:15)-Sieg beim bisher starken Aufsteiger TSV Hannover-Anderten. In der lange Zeit offenen Partie behielten Florian Block-Osmers und Matthias Köhnecke (je sechs Treffer) in den entscheidenden Minuten die Nerven und sicherten so den Sieg der Gäste.

Quasi mit dem letzten Aufgebot erkämpfte sich der OHV Aurich einen hauchdünnen 26:25 (12:13)-Sieg über den ebenfalls ersatzgeschwächten TuS Spenge. Ohne den knieverletzten Sergej Toma sowie den grippekranken Kai Kieselhorst und mit vier weiteren „Grippekranken“ im Aufgebot waren die Ostfriesen angetreten, bei den Ostwestfalen fehlten ebenfalls drei Stammspieler. So war von vornherein klar, dass angesichts dieser Ausgangslage keine spielerische Klasse herauskommen konnte. Und doch kamen die Zuschauer auf ihre Kosten, blieb die Partie bis zum Schluss spannend, ehe dem OHV in der Schlussminute schließlich der Siegtreffer gelang.

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