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„Is denn scho Weihnachten?“ Freispruch ATSV

Freitag, 26.10.2007, 18:10 Uhr

Fußball-A-Ligist Ahlener TSV ist seit Donnerstagabend punkt 22.17 Uhr wieder im Rennen. Das Spielausschlussverfahren, das in erster Instanz vom Kreis gefällt wurde, ist damit hinfällig. Nicht nur das, selbst das „Skandal-Spiel“, das bereits mit 3:1 für Beckum 2 in die Spielwertung einging, wird wiederholt und unter Verbandsaufsicht gestellt. Zudem werden die Geldstrafen gegen den heimischen Club aufgehoben. Berappen muss der ATSV nur einen Teil der Verhandlungskosten. Das war’s.

„Jo, is denn heut scho Weihnachten ?“ So oder ähnlich müssen sich Verantwortliche und Spieler gefühlt haben, als zu fortgeschrittener Stunde das Urteil gesprochen wurde. Nachdem die Kreisspruchkammer Anfang September gewiss einen (zu) harten Beschluss fasste und den Club mit dem Spielausschluss bestrafte, fällt das Urteil jetzt überraschend milde aus. Zur Freude des ATSV – verständlich. Nach etlichen spielfreien Wochen darf der Aufsteiger am Sonntag wieder ran.

Etwas nachdenklich stimmt allerdings die Tatsache, dass die Bezirksspruchkammer (BSK) in zweiter Instanz zu einer vollkommen anderen Urteilsfindung kam als die hiesige Kreisspruchkammer, die schließlich viel enger mit dem Fall vertraut war, zudem viel mehr Zeugen verhörte. Nur sechs waren es am Donnerstag. Anscheinend genug, um zu diesem klaren Ergebnis zu kommen.

Während der ATSV nach dem ersten Urteil mehr oder minder abgewatscht wurde, selbst die Zukunft des Clubs auf dem Spiel stand, und Beckum mit der Geldstrafe für einen nicht gekennzeichneten Ordnungsdienst gut leben konnte, ist es seit Donnerstag die andere Seite, die in die Röhre schaut, schließlich hielt die BSK an der Strafe für die Spielvereinigung fest.

Wie dem auch sei: Im Wiederholungsspiel haben beide Seiten jetzt eine Chance zu zeigen, dass es auch anders geht, sportlich fair eben. So und nicht anders sollte der Wettbewerb über die Bühne gehen – ohne Ausschreitungen, ohne Tätlichkeiten, ohne Angiftungen. Nur auf diese Weise können Verantwortliche und Spieler der Jugend ein Vorbild sein

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