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Spreu trennt sich langsam vom Weizen

Dienstag, 02.10.2007, 15:10 Uhr

Ahlen. Langsam aber sicher trennt sich in der Zweiten Handball-Bundesliga Nord die Spreu vom Weizen, bilden sich trotz der „Tabellenschieflage“ aufgrund der unterschiedlichen Anzahl ausgetragener Spiele nach dem fünften Spieltag erste Grüppchen an der Spitze und im Keller der Liga. Angeführt von Aufstiegsfavorit Stralsunder HV komplettieren der TV Emsdetten und die heimische Ahlener SG den Kreis der Spitzenteams mit nur zwei Minuspunkten, während in der roten Zone Magdeburg, Spenge und Aufsteiger Cottbus bisher gerade einmal zwei Pluspunkte auf ihrem Konto verbuchen konnten.

Weg von den Spitzenplätzen ist dagegen erst einmal der TSV Altenholz, der als letztes Team der Liga am Wochenende seine weiße Weste verlor und im Topspiel zu Hause gegen Stralsund seine erste Niederlage kassierte. Die Gastgeber hatten beim 28:40 (11:19) nicht den Hauch einer Chance, während der SHV im vierten Spiel hintereinander ohne Punktverlust blieb. Zwar konnte Altenholz gleich in der ersten Minute in Führung gehen, mehr war jedoch nicht drin für die Kieler Vorstädter, die nur in der Anfangsviertelstunde mithalten konnten.

Vier Spiele Anlauf brauchte der zweite Aufstiegsfavorit, um den ersten doppelten Punktgewinn einzufahren: Bundesliga-Absteiger Eintracht Hildesheim gelang im fünften Saisonspiel endlich der erste Sieg. Gegen den HC Empor Rostock behielten die Niedersachsen nach umkämpfter Anfangsphase schließlich sicher mit 30:24 (17:12) die Oberhand. Die Vorentscheidung fiel in der Phase, als die Gastgeber ein 12:12-Unentschieden (23.) in einen 18:12-Vorsprung (33.) ausbauen konnten.

Seine liebe Mühe hatte der TV Emsdetten über die gesamte Spielzeit mit Liga-Neuling TSV Hannover-Anderten, der sich beim 36:33 (19:17) bis zum Schluss gegen die Niederlage wehrte und die Münsterländer kaum zur Ruhe kommen ließ. Nach der 1:2-Gästeführung in der Anfangsphase lag Emsdetten zwar anschließend ständig in Front, konnte sich jedoch nie entscheidend absetzen. Kurz nach der Pause glich der Gast sogar zum 20:20 aus (43.), konnte das Spiel aber nicht drehen. Wie auch ab der 46. Minute, als die Niedersachsen sogar mit 29:28 und 30:29 in Führung gingen. Der TVE wackelte, fiel jedoch nicht und sicherte sich schließlich, nicht zuletzt dank einer Torflaute der Gäste zwischen der 53. und 58. Minute, durch einen Doppelschlag von Eelco Weevers und Sebastian Kreft beide Punkte.

Deutlich hinter den Erwartungen zurück bleibt weiterhin der OHV Aurich und musste sich bei der SG Achim/Baden mit 21:25 (9:13) geschlagen geben. Die verletzungsbedingt mit einem reduzierten Kader angereisten Ostfriesen hatten zu keiner Zeit eine echte Siegchance und fanden kaum ein Mittel gegen die treffsicheren Rückraumschützen der Gastgeber. So sorgte Lars Friedrich im Alleingang für die 4:0-Führung der Gastgeber, die schon vor der Pause beim 12:6 (26.) für eine Art Vorentscheidung gesorgt hatten. Spätestens beim 22:15 Mitte des zweiten Durchgangs war die Partie entschieden.

Zu einem mühsamen 32:31 (16:11)-Arbeitssieg gegen Aufsteiger LHC Cottbus quälte sich der Dessau-Roßlauer HV. Maßgeblichen Anteil am Erfolg der Muldestädter hatte Torwart Carlos-Matias Schulz, der in der Schlussphase zwei Strafwürfe parierte und vier klare Chancen der Lausitzer vereitelte. „Wir hätten das Ding beim 25:20 in Ruhe runterspielen können, sind aber durch einige Zeitstrafen noch in die Bredouille gekommen“, erklärte Trainer Peter Pysall.

Ihren ersten Saisonsieg konnten die „Youngster“ des SC Magdeburg durch einen verdienten 25:23 (13:12)-Erfolg gegen den SV Anhalt Bernburg einfahren. In einem durchweg knappen Derby sorgten Philipp Seitle (9) und Ronny Liesche (5/1) als beste SCM-Schützen in den letzten zwei Minuten für die Entscheidung. Zwar lebte die Partie von Dramatik und Kampf, doch spielerisch blieben beide Teams vieles schuldig. Mit mehr als zwei Toren konnte sich keine Mannschaft absetzen, so dass die Partie bis zum Ende auf des Messers Schneide stand, ehe der SCM siegte.

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