Archiv
Stralsund und Emsdetten im Gleichschritt

Dienstag, 09.10.2007, 15:10 Uhr

Ahlen. Weder Spitzenreiter Stralsunder HV noch dessen ärgster und punktgleicher Verfolger TV Emsdetten gaben sich am sechsten Spieltag in der Zweiten Handball-Bundesliga Nord eine Blöße und verteidigten so ihre Plätze an der Sonne. Auf Rang drei vorgerückt ist mittlerweile Eintracht Hildesheim , profitierte dabei allerdings vom spielfreien Wochenende der heimischen Ahlener SG.

In der ausverkauften Stralsunder Vogelsanghalle führten die Gastgeber beim 34:25 (14:14) über den TuS Spenge Mitte der ersten Halbzeit schon deutlich mit 12:5 (16.), kamen danach aber völlig aus der Spur. Die Ostwestfalen witterten plötzlich wieder ihre Chance und erkämpften sich bis zur Pause sogar den Ausgleich. In der Kabine muss SHV-Trainer Holger Schneider dann aber mächtig Dampf abgelassen haben, denn nach dem Wechsel gaben die Sundstädter mächtig Gas, zogen über 15:15 auf 25:15 davon und sicherten so ihren fünften Sieg in Serie. Erfolgreichste Torschützen beim SHV waren Nikolaos Samaras (11) und Ivan Nincevic (9/2), für das Tabellenschlusslicht traf Dennis Mathews (7/3) wieder am besten.

Enorm verbessert präsentierte sich der OHV Aurich trotz der 26:29 (13:16)-Niederlage gegen den TV Emsdetten, blieb jedoch auf Grund einer Schwächephase vor und nach der Halbzeitpause letztlich ohne zählbaren Erfolg. Vier Minuten vor der Pause führten die Handball-Ostfriesen noch mit 13:12 und hätten auch im zweiten Durchgang einen Sieben-Tore-Rückstand (38.) fast noch umgebogen (24:25, 52.). Am Ende musste sich das Team von Trainer Wolfgang Ladwig („Das war in den ersten 20 Minuten die bisher beste Saisonleistung!“) aber mit drei Toren geschlagen geben.

Leistungsgerecht 27:27 (14:11) unentschieden trennten sich der ASV Hamm und Eintracht Hildesheim. Der ASV lag zwar bis zur Schlussphase überwiegend vorn, war am Ende jedoch mit dem Unentschieden gut bedient, da die Hildesheimer in den letzten Minuten auf dem besten Wege waren, die Partie noch zu drehen. Trotzdem hätte es fast noch zum Sieg für die Uentroper gereicht, doch Marcus Hock scheiterte mit einem Freiwurf nach Ablauf der offiziellen Spielzeit noch an Andreas Stange im Hildesheimer Gehäuse. Erfolgreichste Torschützen bei Hamm waren Hock (7/2) und Dainius Skarbalius (6/4), bei Hildesheim trafen Georgi Nikolov (7/2), Dimitrios Tzimourtos (5) und Michael Hoffman (5) am häufigsten. „Das Unentschieden geht in Ordnung, ich kann mit dem Punkt hier ganz gut leben“, so das Fazit von Eintracht-Coach Gerald Oberbeck.

Zurück in die Erfolgsspur kehrte mit dem 30:29 (15:13)-Erfolg über den Dessau-Roßlauer HV der TSV Hannover-Anderten. Vor 1500 Zuschauern in der AWD-Hall hatten der ehemalige Hallenser Axel Steinbach (sieben Tore) sowie Claus Karpstein und Jan Mohrmann (je 6) den größten Anteil am Erfolg der Hannoveraner, bei Dessau strahlten dagegen nur die Rückraumspieler Martins Libergs (9) und Steve Baumgärtel (7/1) Torgefahr aus. „Wir haben hier vernünftigen Handball gespielt, aber uns mit einigen individuellen Fehlern auf den Außenpositionen selber um die Siegchance gebracht“, ärgerte sich Coach Peter Pysall (DRHV), während sein Trainer-Kollege Christian Prokop durchaus zufrieden war: „Wir haben über 60 Minuten in der Deckung gefightet und das Zentrum dicht gemacht. Die Angriffe haben wir attraktiv mit Tempo nach vorne gespielt und dann diszipliniert ausgespielt, wobei uns Dessau mit wechselnden Abwehrvarianten vor immer neue Aufgaben gestellt hat.“

Seine Serie von drei Niederlagen in Folge beendete der HC Empor Rostock mit dem 36:30 (20:14) im Nordderby gegen den TSV Altenholz. Erfolgreichster HC-Werfer war Marvin Nartey mit 14 Treffern, bei den Gästen traf Alexander Bommes (9/6) am häufigsten. Rostock bestimmte von Beginn das Spielgeschehen, wobei der glänzend aufgelegte Nartey zehn seiner Tore bereits in der ersten Hälfte erzielen konnte. Eine starke Leistung zeigte auch Keeper Marco Stange, der mit seinen Paraden mehrfach Ausgangspunkt schneller Angriffe war. Der HCE hatte lediglich Mitte der ersten Halbzeit leichte Probleme, als Altenholz von 14:10 (18.) auf 14:12 (21.) verkürzen konnte.

Zwei wichtige Auswärtspunkte ergatterte der SV Post Schwerin mit dem 25:24 (14:15)-Sieg bei der HSG Varel und belegt mit weiterhin nur drei Minuspunkten nun Platz zehn. Daniel Pankofer stellte für die Postler mit seinem siebten Tor zum 25:23 die Weichen endgültig auf Sieg, nachdem die HSG Varel zunächst loslegte wie die Feuerwehr (4:1/4.). Danach aber kam die Schweriner Postkutsche immer besser in Fahrt: „Wir haben bis zum 13:10 alle Register gezogen, die zu einem modernen Spiel gehören“, freute sich Post-Trainer Norbert Henke.

Ihren zweiten Saisonsieg feierte die Reserve des SC Magdeburg beim 27:24 (14:11) über die TSV Hannover-Burgdorf. Die SCM-Youngsters hatten den ersten Heimerfolg vor allem Torhüter Alexander Hübe, Hannes Lindt (7) und Ronny Liesche (7/4) zu verdanken, für die Gäste erzielte Polens Vize-Weltmeister Tomasz Tluczynski (7/2) die meisten Tore. Zwar zogen die Gastgeber über 8:4 (11.) auf 14:7 (23.) davon, wurden dann aber unkonzentriert, so dass Burgdorf zunächst verkürzen konnte (14:15/35.) und in der 50. Minute gar mit 21:20 vorn lag. Mit drei vergebenen Siebenmetern in der Schlussphase verpassten die Niedersachsen jedoch die Vorentscheidung und brachten den SCM zurück auf die Siegerstraße.

Nichts zu holen gab es für den SV Anhalt Bernburg im Ostduell beim LHC Cottbus. Beim Aufsteiger verloren die Anhalter mit 28:31 (15:17) und rutschten ins untere Tabellendrittel ab. Bester SVA-Werfer war Robert Lux (10), bei den Cottbusern kam Tobias Reichmann auf die gleiche Trefferzahl.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/572292?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F35537%2F596999%2F597006%2F
Liveticker: Preußen Münster - 1. FC Magdeburg
Fußball: 3. Liga: Liveticker: Preußen Münster - 1. FC Magdeburg
Nachrichten-Ticker