Ahlener SG
Im Schongang zum Sieg

Freitag, 30.11.2007, 22:11 Uhr

Ahlen . Das ist Diethard von Boenigk wie er leibt und lebt. In der Vorwoche aufgrund einer hartnäckigen Grippe nur körperlich anwesend, lief der Coach der heimischen Zweitliga-Handballer Freitag wieder zur Topform auf und zeigte seine Emotionen. Aber nur kurzzeitig zwischen der 25. und 40. Minute hatte er Grund genug, einen roten Kopf zu bekommen, denn da lief es nicht rund bei der ASG, schlich sich wie schon zuletzt gegen Altenholz der Schlendrian ein. Der Gast aus Spenge wusste diese Schwächephase zu nutzen, verkürzte sogar nach einem zwischenzeitlichen Rückstand von zehn Treffern auf vier Tore, um am Ende doch klar das Nachsehen zu haben. 34:25 (18:11) hieß es nach 60 Minuten für die Rot-Weißen, die damit 18:8 Punkte auf dem Konto haben und einen Platz in der Tabelle gutmachten.

Es schien zunächst ein reiner Spaziergang für die Hallenherren zu werden. Rund 900 Zuschauer in der Friedrich-Ebert-Halle sahen eine sehr dominante ASG-Truppe, die konsequent agierte und die zahlreichen technischen Fehler des Schlusslichtes aus Spenge zu nutzen wusste. Immer wieder waren André Kropp , der am Kreis begann, der gut aufgelegte Christoph Wischniewski sowie Sascha Bertow bei Tempogegenstößen erfolgreich. So hieß es nach acht Minuten bereits 8:3. Dann leistete sich Gästespieler Stefan Dessin ein grobes Foul gegen Tobias Skerka, der zu Boden ging und behandelt werden musste. Die beiden Unparteiischen brauchten nicht lange überlegen und zeigten Dessin den Roten Karton. „Das war natürlich nicht gerade förderlich für uns in dieser Phase“, ärgerte sich Spenges Coach Joachim Sproß, der in den ersten 20 bis 25 Minuten eine ganz schwache Leistung seiner Mannen sah. Nach 23 Minuten hieß es gar 16:6 für die Gastgeber, ehe die TuS mit vier Toren in Folge auf 16:10 verkürzte. Bis dahin hatte die ASG leichtes Spiel, selbst Schlussmann Jan Stochl versuchte Spenges zu weit vor dem Kasten stehenden Tormann Dominik Formella bei einem Torwurf zu überwinden. Ohne Fortune, denn Formella fischte das Ding gerade noch vor der Linie runter. Mit dem ersten Treffer von Tobias Skerka zum 18:11 ging es dann in die Pause.

Der zweite Durchgang begann, wie der erste endete – die ASG schwächelte und Spenge kam. Die Rot-Weißen schienen verunsichert. Bestes Beispiel war der neben das Tor gesetzte Siebenmeter von Routinier Dirk Schmidtmeier nach 38 Minuten, sonst ein Torgarant vom ominösen Punkt aus. Nach dem 21:17 reichte es dann auch Trainer von Boenigk, der eine Auszeit nahm und seinen Jungs den Kopf wusch. Mit Erfolg. Wischniewski, der eingewechselte Björn Wiegers und André Kropp schraubten mit ihren Toren das Ergebnis auf 29:21 nach 52 Minuten – die Vorentscheidung. Der Rest war nur noch Formsache, der Pflichtsieg perfekt.

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