Ahlener SG
Wiedersehen mit Andersen

Donnerstag, 15.11.2007, 16:11 Uhr

Ahlen /Hildesheim. Auf dem schnellsten Weg zurück in die Eliteklasse will Erstliga-Absteiger Eintracht Hildesheim, am Sonntag Nachmittag (17 Uhr) nächster Gegner der Ahlener SG in der 2. Handball-Bundesliga Nord. Dass der Weg zurück in den Handball-Himmel allerdings mit vielen Stolpersteinen gepflastert sein kann, mussten die Niedersachsen in ihren neun bisherigen Spielen schon einige Male erfahren.

So kam man bei der Saisonpremiere in eigener Halle im Derby gegen Aufsteiger Hannover-Anderten nicht über ein 31:31-Unentschieden hinaus, erreichte eine Woche später beim OHV Aurich ebenfalls nur ein 26:26-Remis und kassierte anschließend in Stralsund eine knappe 29:30-Niederlage. Erst danach kam die Eintracht mit den Heimsiegen gegen Rostock und Altenholz besser in Schwung, erwies sich aber beim 27:27 in Hamm, dem Sieg in Varel und der folgenden Niederlage in Hannover gegen Burgdorf wieder als launische Diva.

Erst am vergangenen Wochenende beim eindrucksvollen 33:20-Sieg über den Post SV Schwerin war Eintracht-Coach Gerald Oberbeck rundum zufrieden mit der Vorstellung seines Teams: „Ich glaube, man hat gesehen, dass die Mannschaft intakt ist. Nach der herben und teilweise unsachlichen Kritik der letzten Wochen hat sie bewiesen, dass es stimmt im Team. Das war unsere beste Saisonleistung.“ Zuvor in Burgdorf habe er die Niederlage akzeptieren können, denn ein paar individuelle Fehler zuviel hätten verhindert, „dass wir das umsetzen konnten, was wir uns vorgenommen hatten“, erklärte der 50-jährige.

Im Sommer hatten die Verantwortlichen bei den Niedersachsen alles unternommen, um beim angestrebten Wiederaufstieg kein Risiko einzugehen: „Bei uns sind alle Positionen mindestens doppelt besetzt“, so Oberbeck vor der Saison. Und auch Dieter Teraske, Gesellschafter der Eintracht-Handball GmbH, stieß in Sacher Trainerfrage ins gleiche Horn: „Wir können uns nach zwei Trainerentlassungen keine Experimente mehr erlauben, deshalb haben wir diese Lösung gewählt.“ So ist Gerald Oberdeck auch in der 2. Liga weiter als Manager im Amt, gleichzeitig jedoch auch wieder als Trainer und wird dabei Thomas Brandes unterstützt. Brandes spielte viele Jahre für die Eintracht und hat erste Erfahrungen im Trainergeschäft unter anderem in Anderten (Regionalliga) und Stadtoldendorf (Oberliga) gesammelt.

Auch beim spielenden Personal tat sich in Hildesheim einiges nach dem Abstieg, insgesamt acht Neuzugänge vermeldete die Eintracht zu Saisonbeginn: Darunter ein auch in Ahlen bekanntes Gesicht, denn Magnus Andersen wechselt von der Werse zum Ligakonkurrenten. Vor seiner Ahlener Zeit spielte der Linkshänder u.a. bei PAC Athen in Griechenland. Einen guten Fang machte man auch mit Rechtshänder und Torjäger Rasmus Gersch, der vom TSV Altenholz kam und in der vergangenen Saison mit 256 Treffern auf Platz zwei in der Torschützenliste der Nordgruppe der 2. Liga landete. Vom TuS Spenge kamen Leif Anton und Rechtsaußen David Kreckler, von Superfund Hard zog es den 36-fachen österreichischen Nationalspieler Markus Wagesreiter (Rückraum links) zu den „Hildis“. Außerdem wurden der 31-jährige Kroate Goran Jerkovic vom Süd-Zweitligisten Eisenach für den linken Rückraum sowie der griechische Nationalspieler Dimitrios Tzimourtos für die Rechtsaußenposition unter Vertrag genommen.

Den letzten Transfer schloss Gerald Oberbeck allerdings erst in der schon laufenden Spielzeit ab: Ende Oktober angelte sich der Hildesheimer Manager und Trainer in Personalunion den Polen Eryk Kaluzinsky, der wenige Tage zuvor bei Erstligist TuSEM Essen um Auflösung seines Vertrages gebeten hatte. Der 30-jährige Rückraumakteur spielte seit 2006 bei den Essenern und hatte erheblichen Anteil am diesjährigen Bundesligaaufstieg.

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