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Ein Meer aus Sand

Montag, 24.12.2007, 10:12 Uhr

Meer ohne Wasser“, so nennen die Araber die Wüste . Wenn sie mit ihren „ Wüstenschiffen “, den Kamelen, über meterhohe Dünen schaukeln, sehen sie ringsherum nichts als Sand. Wüsten entstehen überall dort, wo keine Pflanzen wachsen können, weil es zu trocken ist. In manchen Gegenden der Welt regnet es fast nie.

Etwa in der Nähe der Wendekreise. Diese ziehen sich wie zwei Bänder auf der Nord- und auf der Südhalbkugel um den Erdball herum. Sie liegen oberhalb und unterhalb des Äquators. Spezielle Windströmungen machen die Luft dort so heiß und trocken, dass Wüsten entstehen. Die Sahara in Afrika ist so eine Wüste.

Viele Wüsten liegen auch hinter großen Gebirgen. Dort ist es so trocken, weil der Regen direkt an den Bergen fällt. Für die Gegend hinter den Bergen bleibt dann nur trockene und heiße Luft übrig. Die Wüste Gobi in Asien ist ein Beispiel für so einen Typ.

Dass es in manchen Gegenden der Welt kaum regnet, kann der Mensch nicht ändern. Leider entstehen aber auch dort Wüsten und Trockengebiete, wo es wegen der Wetterverhältnisse eigentlich nicht sein müsste. Sie entstehen, weil die Menschen unachtsam mit Boden oder Wäldern umgehen. „Sie nutzen ihre Felder zu intensiv, halten zu viel Vieh auf den ohnehin schon mageren Weiden oder holzen zu viel Wald ab“, erklärt Anneke Trutz . Sie arbeitet bei der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in Bonn. Sie hilft mit, die Ausbreitung von Wüsten aufzuhalten.

Wenn die Pflanzen weg sind, wird der Boden immer trockener, bis schließlich gar nichts mehr auf ihm wächst. Meistens machen die Menschen das nicht absichtlich. Oft sind sie einfach zu arm und haben keine andere Wahl. Sie brauchen Holz, um ihren Herd zu befeuern und Essen zu kochen. Manchmal wissen sie auch nicht, dass sie die Natur durch ihr Verhalten zerstören. Leider werden die Menschen dadurch immer ärmer. Die Ernteerträge auf den Feldern sinken, das Feuerholz geht aus, und die Weiden für das Vieh werden knapp.

Dagegen kann man zum Glück etwas tun. Wichtig ist es, den Menschen in den Gegenden zu erklären, wie es zur Wüstenbildung kommt. Man muss Möglichkeiten schaffen, das zu verhindern. Man kann versuchen, statt Holz andere Energiequellen zu nutzen, etwa Sonne, Kohle oder Wasserkraft. Um die Weiden zu schonen, kann man das Vieh auf eine andere schicken.(dpa)

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