Forschen & Heilen
Epilepsie

Dienstag, 29.01.2008, 14:01 Uhr

Als Epilepsie wird eine kurze Funktionsstörung des Gehirns bezeichnet. Knapp ein Prozent aller Menschen in Deutschland leiden unter der Krankheit, die schon im Mutterleib beginnen kann. Epilepsie ist so häufig wie Diabetes und Gelenkrheuma. „Stumme“ Epilepsien treten fast nur im Kindesalter auf. Sie sind nach außen nicht sichtbar, behindern die Entwicklung eines Kindes aber maßgeblich.

Ursachen für epileptische Anfälle können Hirnblutungen, Sauerstoffmangel während der Geburt, Hirnverletzungen, ein Tumor, ein Schlaganfall oder Stoffwechselerkrankungen sein. Findet sich keine greifbare Ursache, forschen die Ärzte nach genetischen Gründen. Dabei kommen sie immer mehr Ursachen auf die Spur. Mit einem Gentest können sie etwa lang anhaltende Fieberkrämpfe und Entwicklungsstillstände erklären.

Damit haben sie auch mehr Klarheit bei der Behandlung: Sie wissen, dass bestimmte Medikamente epileptische Anfälle auslösen können. Dagegen können andere Medikamente Wunder wirken. Mittlerweile haben sie herausgefunden, dass sie Anfälle verhindern können, die mit seltenen Stoffwechselerkrankungen verbunden sind. Dazu müssen sie keine Medikamente verschreiben, sondern nur die Ernährung umstellen.

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