Ahlener SG
Kollektiver Tiefschlaf

Donnerstag, 20.03.2008, 22:03 Uhr

Hildesheim / Ahlen . „Mit elf Toren Differenz gegen die ASG zu gewinnen, ist ein tolles Ergebnis.“ Gerald Oberbeck , Trainer des Erstliga-Absteigers aus Hildesheim, darf sich mehr und mehr Hoffnungen auf eine Rückkehr in das Oberhaus machen. Spätestens nach dem klaren 34:23 (15:8)-Erfolg gegen die Ahlener SG am Gründonnerstag gehört die Eintracht zusammen mit dem Stralsunder HV zu den Top-Favoriten auf den Titel.

Kein Vergleich zum Hinspiel in der Ebert-Halle. Am 18. November des vergangenen Jahres hatte die ASG den Erstliga-Absteiger aus Hildesheim beinahe im Sack, musste in der letzten Minute dann aber doch noch den Treffer zum 23:24 hinnehmen, ehe zu allem Überfluss auch noch Tobias Skerka, mittlerweile in Diensten des Regionalligisten VfL Bad Schwartau, einen Siebenmeter nicht im Gehäuse der Gäste unterbringen konnte. Das Rückspiel in der Sparkassen-Arena vor 2000 Zuschauern war dagegen eine deutliche Angelegenheit zugunsten der Hallenherren. Nur in den ersten 15 Minuten wussten die Gäste zu überzeugen, konnten einigermaßen mithalten. Dann, ja dann nahm sich die ASG eine regelrechte Auszeit, die zwölf Minuten länger als das obligatorische Team-Timeout dauerte. Von einem kollektiven Blackout, Tiefschlaf , sprach der Technische Leiter Jürgen Stolle, der ebenso wenig wie alle anderen mitgereisten Ahlener verstand, was auf dem Feld vor sich ging. Hildesheim bedankte sich und zog auf 13:6 davon. Irgendwie war das bereits die Vorentscheidung, denn auch zur Pause führte die Eintracht mit sieben Treffern (15:8).

Nach dem Wechsel hatte die Truppe von Gerald Oberbeck leichtes Spiel, verwaltete die Führung und agierte in der einen oder anderen Situation zu egoistisch. So kamen die Rot-Weißen nach 50 Minuten noch einmal bis auf fünf Tore ran (21:26). „In dieser Phase hat Hildesheim das Tempo rausgenommen. So hatten wir die Möglichkeit, das Ergebnis erfreulicher zu gestalten“, so von Boenigk. Das „Erfreuliche“ währte aber nur kurz, denn dann legte Hildesheim noch einmal ein paar Kohlen drauf und zog auf und davon. Zweimal Hoffmann, Lakenmacher und der Grieche Tzimourtos steuerten die letzten vier Tore für die Hallenherren bei, schraubten das Resultat von 30:23 auf 34:23. Ohne, dass die ASG sich großartig wehrte. André Kropp, der nach seiner Verletzung gar über 60 Minuten gehen musste, und Co. ergaben sich quasi in ihr Schicksal. Spielanteile bekam in den letzten Minuten noch Kevin Wiegers, der jüngere Bruder von Björn, der mit einer Bronchitis fehlte. Coach von Boenigk belohnte ihn damit für seine guten Leistungen in der Reserve.

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