Ahlener SG
Magdeburg überrascht

Dienstag, 01.04.2008, 16:04 Uhr

Ahlen . Für zwei faustdicke Überraschungen sorgten am jüngsten Spieltag der Zweiten Handball-Bundesliga Nord die Teams aus Magdeburg und Spenge. Während sich der bisherige Tabellenletzte aus Ostwestfalen knapp in Schwerin durchsetzte und damit weiter auf das Prinzip Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt setzen kann, leistete sich der ambitionierte TV Emsdetten einen bösen Ausrutscher im Rennen um den Relegationsplatz und hat nun zwei Punkte Rückstand auf Tabellenplatz zwei.

Dort hat sich Eintracht Hildesheim behauptet und bleibt Spitzenreiter Stralsunder HV weiter dicht auf den Fersen. Die Niedersachsen besiegten in einer zeitweise einseitigen Partie den SV Anhalt Bernburg mit 31:26 (17:11) und legten den Grundstein für den 20. Saisonsieg bereits in der ersten Hälfte. Nachlässigkeiten gegen Ende der Partie ließen die Gäste jedoch noch einmal auf Tuchfühlung kommen. Erfolgreichste Torschützen der Eintracht waren Hoffmann (7) und Lakenmacher (7/2), während sich bei Bernburg Mäuer, Kairis und Heinemann mit je fünf Feldtoren am erfolgreichsten zeigten.

Am Ende deutlich mit 28:33 (15:16) hatte der TV Emsdetten das Nachsehen gegen den SC Magdeburg 2 und musste einsehen, dass man sich eine derart hohe Zahl von Fehlwürfen gegen einen noch um den Klassenerhalt kämpfenden Konkurrenten nicht erlauben darf. Der komplette TVE-Rückraum mit Cordes, Miljak und Knudsen schoss Fahrkarten am laufenden Band, hinzu kam, dass auch die Außen Weevers und Waltermann weit unter ihren Möglichkeiten blieben. Magdeburgs Torhüter Hübe dagegen erwischte einen „Sahnetag“, und als schließlich Jungwirth in der 54. Minute zum 30:24 traf, war dies schon eine Vorentscheidung. Bester Torschütze bei den Gastgebern war Lindt (8), beim TVE traf Knudsen (11/3) am häufigsten.

Erst die starke Schlussphase sicherte dem ASV Hamm nach einem ausgeglichenen Spiel den 34:28 (17:16)-Sieg über Aufsteiger TSV Hannover-Anderten. 54 Minuten lang hatte sich der ASV schwer getan und nur mühsam seine knappe Führung behauptet. Dann brachte ausgerechnet eine Zeitstrafe gegen die Gastgeber die Entscheidung. Denn diese zwei Minuten sorgten noch einmal für Stimmung bei den Hammer Fans, die nun ihre Mannschaft lautstark nach vorn trieben. Die Rothenpieler-Schützlinge hatten bis dahin nach ansehnlichen zehn Minuten zu Beginn der Partie kaum noch etwas auf die Reihe gebracht. „Dieses Spiel haben ganz klar unsere Fans gewonnen“, räumte anschließend ASV-Manager Franz Dressel ein. Bester Schütze auf Hammer Seite war Hock (15/6), sein Pendant auf Seiten von Anderten war Riedel mit sieben Treffern.

Weiter in der Erfolgsspur bleibt die TSV Hannover-Burgdorf. Nach dem Heimerfolg gegen die Ahlener SG gelang mit dem 35:24 (18:12) gegen die SG Achim/Baden erneut ein Erfolg in eigener Halle. Die Schützlinge von Spielertrainer Frank Carstens kamen immer wieder zu Toren per Tempogegenstoß. „Das hat uns die Sache ziemlich leicht gemacht, und je größer der Vorsprung wurde, umso einfacher wurde das Spiel für uns“, so Carstens später.

Mit 24:25 (12:15) verlor der SV Post Schwerin gegen Schlusslicht TuS Spenge, das von Anfang an in der Schweriner Sport- und Kongresshalle die Initiative übernahm und nach 25 Minuten schon verdient mit 15:9 vorn lag. Nach der Pause erhöhte Schwerin zwar den Druck, die Ostwestfalen ließen sich das Spiel aber nicht mehr aus der Hand nehmen. Für die Postler war es die vierte Niederlage in Serie. Bester Werfer bei den Hausherren war Lars Klüttermann (8), für Spenge trafen Dennis Mathews und Milan Djuric mit je sechs Treffern am häufigsten.

Nicht nur zwei Punkte, sondern durch eine Verletzung auch Regisseur André Langen verlor der Dessau-Roßlauer HV bei der 26:33 (13:17)-Schlappe in Varel. Die Partie in der EWE-Arena zu Oldenburg wurde zu einer klaren Angelegenheit für die HSG, die damit auch in der Tabelle an ihrem Gegner vorbeizog. Während die Vareler auf ihren starken Torhüter Seefeldt (17/1 Paraden) bauen konnten, musste Dessau bereits frühzeitig auf Spielmacher Langen verzichten. Bester Werfer war Thomas Lammers (künftig bei der ASG), der mit acht Treffern ein gelungenes Comeback bei der HSG feierte, für den DRHV war Linksaußen Heddrich mit sechs Treffern am erfolgreichsten.

Zwei wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt ließ am Wochenende der HC Empor liegen. Statt des erhofften Heimsieges gegen den OHV Aurich unterlagen die Mecklenburger nach einer hart umkämpften Partie mit 30:31 (14:16) und bleiben mit 20 Punkten im Tabellenkeller.

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