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Kicken auf dem Maulwurfshügel

Dienstag, 15.04.2008, 19:04 Uhr

Münster. Die gute Kunde vorweg: Preußen Münster bestreitet heute (Beginn 19.30 Uhr) das Nachholspiel in der Fußball-Oberliga gegen SF Oestrich im Iserlohner Hembergstadion. Die schlechte Nachricht: der Platz soll in einem ähnlich erbärmlichen Zustand sein wie zuletzt beim Gastspiel der Preußen im Hagener Ischelandstadion, als Münster 2:0 gegen Sprockhövel gewann. Erst stoppte Schnee das Aufeinandertreffen der Teams in Iserlohn, dann weichte die Rasenfläche im Hembergstadion auf, schließlich vermurksten Maulwürfe das Spielfeld und sorgten für Tritt-Löcher. Ja, wirklich. Die nachtaktiven Wühler wurden schließlich vertrieben, dann ihre gegrabenen Tunnelsysteme mühsam gefüllt, nun soll tatsächlich Fußball gespielt werden. Oje, das wird kein Spaß für die Kicker aus Oestrich und Münster. „Wenn es am Ende so ausgeht wie gegen Sprockhövel, dann werde ich zufrieden sein“, stellt SCP-Coach Roger Schmidt vorab schon einmal fest. Ein Sieg reicht.

Mit 6:0 gewannen die Preußen das Hinspiel gegen die Sportfreunde aus dem Sauerland und feierten dabei ihren höchsten Saisonsieg. So leicht wird es der Mannschaft von Trainer Roger aber diesmal sicher nicht gemacht. Auch wenn die Gastgeber schon acht Zähler hinter dem Qualifikations-Rang für die NRW-Liga liegen, so wird den Preußen nichts geschenkt werden. Für alle Oberligisten gilt die Feiertagsregel, wenn es gegen Münster geht. Es ist halt ein besonderes Spiel.

Münster muss dabei weiterhin auf Kapitän Orhan Özkara, Michael Joswig, Robert Magos sowie – und nicht zu vergessen – Marco Antwerpen verzichten. Zudem fallen auch Peter Endres und Sven Krause aus. So bleiben noch 18 wackere Adlerträger, die gegen Oestrich-Iserlohn auflaufen möchten. „Ich bin mir noch nicht ganz sicher“, sagt Roger Schmidt über die Startformation. „Eventuell lasse ich die Elf beginnen, die gegen Sprockhövel gestartet ist und wechsele dafür möglicherweise früher.“ Schmidt sagt, er müsse Rücksicht auf die Spieler nehmen, die aus Verletzungspausen kommen, er muss ein gutes Timing finden.

Fraglich ist zum Beispiel, ob Kurtulus Öztürk nach mehrwöchiger Auszeit wieder auf die rechte Position in der Viererkette rückt. Sein Vertreter Massimo Ornatelli machte es auch Sicht des Trainer auch nicht schlecht.

Keine Frage ist dagegen die Position von Jens Wissing. Der 19 Jahre alte Abiturient hatte in den letzten Partien Schwächen im Passspiel und bei seinen Offensivaktionen. Schmidt lässt das nicht gelten: „Ja, er ist gesetzt. Auch wenn er mal ein schwächeres Spiel liefert, so kriege ich in Sachen Einsatzwillen und Zweikampfstärke von ihm immer 100 Prozent.“ Platzgarantie.

Wissing sowie Timo Scherping und Torwart Max Schulze Niehues müssen zurzeit sowieso gute Nerven haben. Einerseits befindet sich das Trio in den Abitur-Abschlussprüfungen, andererseits sollen sie Leistung auf dem Platz bringen. Roger Schmidt hat keine Zweifel, dass sie diesen Spagat schaffen.

Münster: Schulze-Niehues – Ornatelli (Öztürk), Matlik, Ivicevic, Wissing – Lauretta, Seggewiß – Sowislo, Kara, Wassey – Erzen.

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