Eurocityfest
Urgestein des Rock

Donnerstag, 29.05.2008, 10:05 Uhr

Münster . „1000 und 1 Nacht“ machte ihn bundesweit berühmt. 24 Jahre ist dieser Song alt. Klaus Lage aber ist immer noch im Geschäft, brachte sich zuletzt mit „Zug um Zug“ (2006) wieder ins Gespräch. Live-Mitarbeiter Florian Schröder sprach mit dem gebürtigen Soltauer, der auf dem Eurocityfest am Freitag als Headliner auftritt.

Herr Lage, wie alt sind Sie?

Klaus Lage: Ich bin 58.

Ist man für Rockmusik irgendwann zu alt?

Lage: Ich fühle mich im Augenblick nicht so. Wir haben Spaß an der Musik, und es gibt immer noch Leute, denen es ähnlich geht.

Fällt Ihnen der Rückblick schwerer oder der Blick in die Zukunft?

Lage: Dass man mit zunehmendem Alter reflektierter wird, kann man nicht verhindern. Das sehe ich auch nicht unbedingt negativ.

Kennen Sie eigentlich das Eurocityfest?

Lage: Wir haben schon mal auf einem Stadtfest in Münster gespielt. Ich war auch sonst schon öfter in Münster. Aber das Eurocityfest kenne ich nicht.

Haben Sie eine besondere Bindung zur Stadt?

Lage: Sehr schön finde ich den Aasee . Ohne jetzt zu schleimen: Ich finde, die Stadt hat ein sehr offenes Flair.

Was ist Ihnen lieber: Ein Stadtfest oder eine große Konzerthalle?

Lage: Ich habe im Laufe meiner Karriere so ziemlich alle Säle durchgespielt. Ich habe da keine Vorlieben. Wenn es ganz überdimensional ist, finde ich es nicht mehr so schön.

Bei Open-Air-Auftritten kann man oft gut hören, wie die Leute mitsingen. Wie wichtig ist Ihnen das?

Lage: Das ist immer schön, weil es ein originäres Erlebnis ist. Es unterscheidet jeden Live-Auftritt von einem anderen. Wenn die Leute die Songs kennen, ist das ein sehr schönes Erlebnis, weil man dann etwas Gemeinsames hat. Das ist ein erhebendes Gefühl.

Als „Rock-Urgestein“ kennen Sie alle Facetten der Musikbranche. Ziehen Sie sich nach einer anstrengenden Tour gerne zurück?

Lage: Das hat zwei Seiten: Wenn man viel Trubel gehabt hat, sehnt man sich nach Ruhe und Entspannung. Ich bin so gestrickt, dass ich beides brauche. Wenn ich zu lange in der Einsamkeit bin, drängt es mich, mit den Kollegen auf die Bühne zu gehen.

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