Lokales
Pumpernickel fürs Millionenpublikum

Donnerstag, 31.07.2008, 13:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 31.07.2008, 13:00 Uhr

Münster - Wer kann an diesen süßen Früchtchen schon vorbeigehen? „Ich nicht, ich will sie haben.“ Sehnsüchtig schaut Winne Voget auf die Körbchen der Verlockung. Pralle, knallrote Erdbeeren . . . Aber der Kameramann kennt kein Erbarmen: Immer wieder schickt er den Münster-Kenner am Obststand vorbei, die Kamera surrt, Marktbesucher schieben sich neugierig ins Bild.

„Geht nicht, noch mal von vorn . . .“ Seine Begleiterin wirft ebenfalls begehrliche Blicke auf das Obst, auf die Blumen – und auf den Pumpernickel. Tamina Kallert lässt sich Mittwochmorgen vom Sänger der „6-Zylinder“ über den Wochenmarkt begleiten. Die Moderatorin schlendert mit ihm über den Prinzipalmarkt, sie amüsieren sich im Hafen und am Kreativkai. Und am 7. September können Fernsehzuschauer sich an ihre Fersen heften: „Wunderschön! Pättkes, Platt und Pumpernickel – unterwegs im Münsterland“ lautet der Titel der Sendung, die immer wieder sonntags über den Bildschirm flimmert.

Sehr zum Vergnügen der reiselustigen Zuschauer. Rund eine Million Menschen verfolgen laut Richard Henncke als zuständigem Redakteur regelmäßig die Exkursionen der temperamentvollen Tamina. Ihre Stamm-Zuschauer schätzen sie, kennen sie – und erkennen sie. Auch gestern Morgen. „Wir gucken das immer. Sie machen das so nett“, ruft ein Marktbeschicker der 34-Jährigen zu. Charmantes Lächeln, Winken, weiter geht’s. Gerade vom Bodensee zurück, dreht das Team bis Sonntag hier, anschließend geht es nach Schottland.

Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Beneidenswert? Die gebürtige Freiburgerin mit Wohnsitz in Berlin überlegt nicht lange: „Meistens ja.“ Sie liebt ihre Arbeit, das Gespräch mit Menschen, ist neugierig auf Land und Leute. Paddeln auf der Werse war bei diesem Dreh das Gefährlichste, schmunzelt sie. Da hat sie schon andere Sachen gemacht, Bungee-Jumping eingeschlossen. Neben Münster werden auch die kleinen Örtchen im Umland einbezogen, es wird geradelt, einer Bäuerin beim Backen über die Schulter geschaut . . .

Um ihr Aussehen muss sich Tamina Kallert dabei keine Gedanken machen: Gabriele Friedl – verantwortlich für die „Maske“ – hat einen ganzen Rucksack wichtiger Utensilien griffbereit: Da wird der Lippenstift nachgezogen, die Sonnencreme gezückt und wenn die Haare nicht liegen, surrt sofort der Lockenstab.

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