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Spanier und Deutsche als Vorbild

Dienstag, 01.07.2008, 17:07 Uhr

Ahlen . Die Tränen auf den Gesichtern der Kinder trockneten schnell. Das verlorene EM-Finale der Deutschen gegen klar dominierende Spanier war bereits am Montag vergessen. Selber spielen war bei der traditionellen Fußballferien-Freizeit angesagt. Trotzdem, ganz ausblenden konnte man die Ereignisse des Vortages zunächst nicht. Bei seiner Begrüßungsansprache betonte Martin Hanskötter : „Wir haben gesehen, wie ballsicher die Spanier waren und wie wenig die Deutschen. Also haben wir noch viel zu trainieren.“

Sogleich ging es für 160 Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren frisch ans Werk. In zehn Gruppen eingeteilt, absolviert der Nachwuchs bis Freitag jeden Tag sechs Stunden lang Übungen rund um den Ball. Dabei können sich Organisator Rudi Strunz und Sportlicher Leiter Martin Hanskötter voll und ganz auf ihr 20-köpfiges Trainer- und Betreuer-Team verlassen. „Die sind alle engagiert und qualifiziert“, bescheinigt Hanskötter seinen Helfern. Zudem stehen mit Maik Schürmann ( RW Ahlen ), Marvin Boomgaarden und Alexis Koumatzidis (beide SuS Ennigerloh ) den Übungsleitern erstmals drei Vereins-Assistenten zur Seite, um Erfahrungen für einen späteren Posten als Jugendtrainer zu sammeln. Insbesondere der 15-jährige Koumatzidis hinterließ bei Rudi Strunz einen guten Eindruck. „Er macht einen sehr interessierten Eindruck und hilft kräftig mit“, lobt Strunz.

Aber auch die übrigen Trainer legen sich mächtig ins Zeug, um die Fähigkeiten der Kinder-Schar zu verbessern. Wie immer können sich die Leistungen anhand des DFB-Abzeichens bemessen lassen, das alle Kinder ablegen. Zur Mittagszeit ruht das Leder dann aber doch für eine halbe Stunde, wenn hungrige Mägen gefüllt werden. Neben der Verpflegung erhält jeder Teilnehmer auch einen Ball und ein T-Shirt mit seinem Namen. So nimmt jeder auch nach den fünf Tagen Fußballferien-Freizeit ein kleines Stück Erinnerung mit nach Hause.

Neben dem Fußball wurde in der Vergangenheit auch immer ein Ausflug ins Freibad unternommen. Der Schwimm-Ausflug fällt in diesem Jahr allerdings aus. „Das macht doch nichts. Es ist ja auch so genug Bewegung da“, meint Martin Hanskötter. Und weil sich der Erfolg und die Beliebtheit der Fußballferien-Freizeit längst im Kreis herumgesprochen haben, wird es im Herbst eine weitere Auflage geben. Die ist mit 95 Teilnehmern aber schon jetzt wieder ausgebucht. Eltern, die ihre Kinder für die kommenden Oster- oder Sommerferien anmelden wollen, sollten dies schon möglichst jetzt bei Rudi Strunz tun. Die Kapazitäten sind jedenfalls voll ausgelastet. Dennoch bekräftigt Martin Hanskötter: „Irgendwann wollen wir auch mal die 200er-Marke knacken.“ Das allerdings ist Zukunfts-Musik, das EM-Finale schon Vergangenheit. Die Gegenwart spielt im Wersestadion – bei der Fußballferien-Freizeit.

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