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Deutsche Aktien rutschen nach Goldman-Zahlen weiter ab

Dienstag, 16.09.2008, 16:09 Uhr

Frankfurt/Main – Im Bann der zugespitzten Finanzkrise in den USA haben die deutschen Aktienindizes ihren zaghaften Stabilisierungsversuch am Dienstagnachmittag abgebrochen und sind kräftig nach unten gerutscht. Der DAX markierte bei 5858 Zählern den tiefsten Stand seit zwei Jahren.

Zuletzt verlor der Leitindex 2,92 Prozent auf 5887 Punkte. Der MDAX mittelgroßer Werte fiel um 1,81 Prozent auf 7622 Zähler. Der TecDAX gab 2,88 Prozent auf 717 Punkte ab.

„Goldman Sachs als eigentlich strahlender Stern am Bankenhimmel konnte die Gemüter nicht beruhigen – damit sind die Dämme im DAX erstmal gebrochen“, sagte Kapitalmarktexperte Robert Halver von der Baader Bank. Zudem drücke die Unklarheit um AIG zunehmend auf die Stimmung und mittlerweile erscheine alles wieder möglich. Experten sagten, auch eine Notzinssenkung der US-Notenbank sei nicht mehr ausgeschlossen.

Finanzwerte bleiben wegen der aus den USA überschwappenden Finanzkrise im Fokus. Commerzbank-Titel rutschten am DAX-Ende um weitere 17,10 Prozent auf 13,190 Euro ab und lagen auf dem tiefsten Stand seit August 2004. Ein Börsianer sagte: „Das Timing der teuren Übernahme der Dresdner Bank ist schon extrem ungünstig. Dessen Finanzierung und die ohnehin bestehenden Risiken aus der Finanzkrise ergeben nun eine 'explosive Mischung'.“

Zudem verwiesen Händler darauf, dass die jüngst übernommene Dresdner Bank stark bei AIG investiert gewesen sein soll. Postbank-Aktien büßten mit minus 10,46 Prozent auf 35,60 Euro auch deutlich an Wert ein.

Versicherer standen wegen der Sorgen um AIG ebenfalls weiter unter Druck: Allianz-Aktien sackten um 10,87 Prozent auf 92,60 Euro ab. In einem Medieninterview sagte David Paterson, Gouverneur des USBundesstaats New York, ein Scheitern des US-Versicherungskonzerns American International Group (AIG) würde ein „katastrophales Problem“ für den Markt bedeuten. AIG habe allerdings nur „einen Tag“, um seine Probleme zu lösen.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 4,01 (Vortag: 4,05) Prozent. Der Rentenindex REX kletterte um 0,14 Prozent aufFrankfurt/Main (dpa) – Im Bann der zugespitzten Finanzkrise in den USA haben die deutschen Aktienindizes ihren zaghaften Stabilisierungsversuch am Dienstagnachmittag abgebrochen und sind kräftig nach unten gerutscht. Der DAX markierte bei 5858 Zählern den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Zuletzt verlor der Leitindex 2,92 Prozent auf 5887 Punkte. Der MDAX mittelgroßer Werte fiel um 1,81 Prozent auf 7622 Zähler. Der TecDAX gab 2,88 Prozent auf 717 Punkte ab.

„Goldman Sachs als eigentlich strahlender Stern am Bankenhimmel konnte die Gemüter nicht beruhigen – damit sind die Dämme im DAX erstmal gebrochen“, sagte Kapitalmarktexperte Robert Halver von der Baader Bank. Zudem drücke die Unklarheit um AIG zunehmend auf die Stimmung und mittlerweile erscheine alles wieder möglich. Experten sagten, auch eine Notzinssenkung der US-Notenbank sei nicht mehr ausgeschlossen.

Finanzwerte bleiben wegen der aus den USA überschwappenden Finanzkrise im Fokus. Commerzbank-Titel rutschten am DAX-Ende um weitere 17,10 Prozent auf 13,190 Euro ab und lagen auf dem tiefsten Stand seit August 2004. Ein Börsianer sagte: „Das Timing der teuren Übernahme der Dresdner Bank ist schon extrem ungünstig. Dessen Finanzierung und die ohnehin bestehenden Risiken aus der Finanzkrise ergeben nun eine 'explosive Mischung'.“ Zudem verwiesen Händler darauf, dass die jüngst übernommene Dresdner Bank stark bei AIG investiert gewesen sein soll. Postbank-Aktien büßten mit minus 10,46 Prozent auf 35,60 Euro auch deutlich an Wert ein.

Versicherer standen wegen der Sorgen um AIG ebenfalls weiter unter Druck: Allianz-Aktien sackten um 10,87 Prozent auf 92,60 Euro ab. In einem Medieninterview sagte David Paterson, Gouverneur des USBundesstaats New York, ein Scheitern des US-Versicherungskonzerns American International Group (AIG) würde ein „katastrophales Problem“ für den Markt bedeuten. AIG habe allerdings nur „einen Tag“, um seine Probleme zu lösen.
Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 4,01 (Vortag: 4,05) Prozent.

Der Rentenindex REX kletterte um 0,14 Prozent auf 117,42 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,53 Prozent auf 115,96 Zähler. Der Kurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4267 (Montag: 1,4151) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,7009 (0,7067) Euro. 117,42 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,53 Prozent auf 115,96 Zähler. Der Kurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4267 (Montag: 1,4151) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,7009 (0,7067) Euro.

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