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Die Presseerklärung von Michael Ballack

Hamburg - Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) dokumentiert die Presseerklärung von Michael Ballack zu dem Disput mit Bundestrainer Joachim Löw im Wortlaut: «Ich habe heute noch einmal mit Jogi Löw telefoniert und ihm gesagt...

Sonntag, 26.10.2008, 11:10 Uhr

Hamburg - Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) dokumentiert die Presseerklärung von Michael Ballack zu dem Disput mit Bundestrainer Joachim Löw im Wortlaut:

«Ich habe heute noch einmal mit Jogi Löw telefoniert und ihm gesagt, dass es nicht meine Absicht war, seine Arbeit als Bundestrainer zu kritisieren, sondern in erster Linie, Mitspieler zu schützen und zu unterstützen in der jetzigen schwierigen Situation in der sie steckten. Ich schätze Jogi Löw persönlich als Mensch und Trainer sehr.

Mein Interview war situationsbezogen und nicht personenbezogen. Ich wollte niemanden persönlich angreifen aber offen und kritisch Dinge ansprechen, die mir als Kapitän am Herzen lagen.

Ich möchte mich zum Inhalt des Interviews nicht mehr äußern ...

Ich habe bewusst den jetzigen Zeitpunkt gewählt, weil die Mannschaft gut spielt und gewinnt und der Trainer eine starke, und meiner Meinung nach unantastbare Position hat. Es wäre schwach von mir gewesen, dieses Interview zu geben, wenn wir zwei Spiele hintereinander verloren hätten.

Ich habe zwar vorher geahnt, dass ich für meinen Gang an die Öffentlichkeit Kritik bekommen werde, dass es allerdings dieses Ausmaß annehmen würde, hätte ich nicht erwartet. Und somit muss ich leider feststellen, dass es ein Fehler war, diesen Weg zu wählen.

Ich werde mich in kürzester Zeit mit Joachim Löw zusammensetzen, sobald es mein Gesundheitszustand zulässt, und werde mich für mein Verhalten bei ihm entschuldigen.

Denn eins ist klar, mir geht es nur und ausschließlich um den Erfolg der Mannschaft.» (Michael Ballack, London)

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