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In der Abwehr bereits erstligatauglich

Donnerstag, 16.10.2008, 17:10 Uhr

Ahlen. Im Duell der beiden einzig noch verlustpunktfreien Teams der Zweiten Handball-Bundesliga Nord trifft die Ahlener SG am Samstag in der Lübbecker Kreissporthalle auf den TuS N-Lübbecke. Der Erstliga-Absteiger der vergangenen Saison hat – ebenso wie die Schützlinge von ASG-Coach Jens Pfänder – bisher all seine sechs Meisterschaftsspiele gewonnen und liegt nur durch das schlechtere Torverhältnis hinter den Rot-Weißen auf dem zweiten Tabellenplatz. Die Mannschaft von Trainer Patrik Liljestrand, der in der zurückliegenden Spielzeit noch den TV Emsdetten betreute, wurde schon vor Saisonbeginn einstimmig von allen Experten zum absoluten Aufstiegsfavoriten erklärt.

Kein Wunder, denn die Ostwestfalen verfügen über einen Erstliga-reifen Kader und peilen den direkten Wiederaufstieg an. „Wenn wir aufsteigen wollen, dürfen wir kein Heimspiel verlieren“, lässt Rückraumspieler Michal Jurecki keinen Zweifel aufkommen, dass man auch gegen die ASG die weiße Weste behalten will. Der polnische Vize-Weltmeister kam im Februar zu den Nettelstedtern, nahm im Sommer für sein Heimatland auch an den Olympischen Spielen in Peking teil und zählt seit Saisonbeginn zu den absoluten Leistungsträgern im Team der Rot-Schwarzen.

Gemeinsam mit dem 75-fachen polnischen Nationalspieler Artur Siodmiak bildet Jurecki nicht nur in der Nationalmannschaft, sondern auch beim TuS das Herz der 6:0-Abwehr, die als Prunkstück der Ostwestfalen gilt. Nur 22,5 Gegentore kassierten Jurecki und Co. bislang durchschnittlich pro Spiel, nicht zuletzt auch ein Verdienst des guten Zusammenspiels mit den beiden starken Torhütern Nikola Blazicko und Björn Buhrmester, so dass der TuS-Defensive ohne Zweifel Erstligatauglichkeit attestiert werden muss.

Fehlen wird im Topspiel des siebten Spieltages aber sehr wahrscheinlich noch Kapitän Branko Kokir, der sich vor knapp zwei Wochen in der Partie gegen Burgdorf eine Schulterverletzung zuzog und wohl noch mindestens eine Woche pausieren muss. Damit bleibt der Rückraum-Allrounder das Sorgenkind der Lübbecker, denn nach Problemen mit der Achillessehne und der Sehne unter dem Fußgelenk, ist dies bereits die dritte Verletzung des 34-jährigen in der noch jungen Saison. Einen doppelten Bänderriss im rechten Knöchel hatte sich vor vier Wochen auch schon Lars Friedrich zugezogen, so dass der talentierte Linkshänder ebenfalls noch pausieren muss. Nach Michele Skatar (Rückraum rechts) und Christian Hildebrand (Rechtsaußen) war Friedrich bereits der dritte TuS-Spieler, bei dem in dieser Spielzeit die Bänder rissen.

Dennoch sorgten die Ostwestfalen dank einer herausragenden Mannschaftsleistung für eine Sensation in der zweiten Runde des DHB-Pokals, als man den haushohen Favoriten TBV Lemgo nach Verlängerung mit 40:39 aus dem Wettbewerb warf. Gegen die Ahlener SG fielen die Ergebnisse bei den bisherigen Aufeinandertreffen jedoch durchweg deutlicher aus. In der Spielzeit 2001/02 kassierten die Rot-Weißen zwei deutliche 26:37- und 13:29-Packungen und auch zwei Jahre später (2003/04), als Lübbecke (unter Trainer Jens Pfänder) der legendäre 68:0-Punkte-Durchmarsch in die Zweite Liga glückte, hatte die ASG beim 19:29 bzw. 19:32 nichts zu bestellen. Wesentlich knapper ging dagegen der letzte Vergleich beider Teams aus, als sich die Nettelstedter im DHB-Pokal 2005/06 als Erstligist nur knapp mit 32:31 nach Verlängerung durchsetzen konnten.

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