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Datenschutz: FDP fordert bessere Vorkehrungen

Samstag, 04.10.2008, 14:10 Uhr

Bonn – Der Skandal um gestohlene Telefonnummern bei der Deutschen Telekom beweist nach Einschätzung der FDP im Bundestag Handlungsbedarf bei Datenschutz-Vorkehrungen. „Kundendaten brauchen größtmöglichen Schutz vor kriminellem Datenmissbrauch.

Nicht erst, wenn die Daten schon entwendet wurden, müssen sie sichergestellt, sondern schon von vornherein sicher gespeichert werden“, forderte die innenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Gisela Piltz , am Samstag laut Pressemitteilung. „Digitale Daten lassen sich leicht vervielfältigen. Das macht den Datenklau umso attraktiver. Daher ist ein effektiver Schutz der Daten vor unberechtigtem Zugriff und ein Marker, der die Daten eindeutig zuordnet, notwendig.“

Am Samstag hatte die Deutsche Telekom einen „Spiegel“-Bericht bestätigt, wonach ihrer Mobilfunksparte T-Mobile vor gut zwei Jahren mehr als 17 Millionen Kundenstammdaten entwendet worden sind.
Piltz sprach sich für eine „Stiftung Datenschutz“ aus, die als unabhängige Stelle Unternehmen auszeichnet, die besonders gute Datenschutzstandards haben. „Weiterhin ist es dringend erforderlich, endlich ein Gesetz zum Datenschutzaudit vorzulegen, damit Datenschutzstandards der Unternehmen für den Kunden transparent zertifiziert werden“, forderte die FDP-Politikerin.

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