Ahlener SG
Kommt Andrej Siniak als Gersch-Ersatz?

Dienstag, 11.11.2008, 13:11 Uhr

Ahlen . Ergebnis- und erfolgsorientiert – zwei Schlagworte , die den Trainer Jens Pfänder unter anderem ausmachen. Sich immer am Limit zu bewegen, das Maximale herauszuholen, all das verlangt er von seinen Spielern. Sechs Spiele ging das mehr oder minder gut, holten seine Schützlinge die volle Ausbeute von 12:0 Punkten. Die folgende Niederlage beim Erstliga-Absteiger aus Nettelstedt war auch kein Beinbruch, zu unterschiedlich sind die Voraussetzungen und Ziele beider Clubs. Gar nicht auf der Rechnung hatte Pfänder allerdings die beiden jüngsten Schlappen gegen Hannover und Schwerin. Sie hätten nicht gerade dazu beigetragen, ruhig und erholsam zu schlafen, wie der Coach sagt. Und nun geht es am Mittwoch zum Derby nach Hamm. Ein Albtraum?

„Wir sind ganz klar Außenseiter und können eigentlich nur positiv überraschen“, gibt sich der ASG-Übungsleiter zurückhaltend. Einen Nachteil sieht er dennoch: „Der Ausfall von Gersch schmerzt erheblich. Rasmus ist zu wertvoll für uns, als dass wir ihn mal eben ersetzen können. Er ist immer für eine Überraschung gut.“ Rund viereinhalb Monate dürfte der Mittelmann mit seiner Unterschenkelfraktur ausfallen. Möglich, dass sogar noch das hintere Kreuzband in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Grund genug für die ASG, sich noch vor der Winterpause nach einer Neuverpflichtung umzusehen. Was läge da näher, als über den Tellerrand in die Erste Liga zu schauen? Der in Existenznöte geratene Handball-Traditions-Club TuSEM Essen hat am vergangenen Dienstag (4. November) Antrag auf Insolvenz gestellt und steht damit zugleich als erster Absteiger aus der Bundesliga fest. Nach Informationen aus Essen scheint der Weißrusse Andrej Siniak ein heißer Kandidat zu sein. Bereits im Oktober hatte der 36-Jährige den Traditions-Verein mit sofortiger Wirkung verlassen. Der Kontrakt wurde in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Siniak war unter anderem für den TuS N-Lübbecke, den HSV und die SG Kronau/Östringen aktiv. In Essen arbeitete der Routinier bereits mit Jens Pfänder zusammen, der TuSEM bekanntlich von der Zweiten in die Erste Liga geführt hatte.

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