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Zahlen zur Rente und Altersabsicherung

Mittwoch, 19.11.2008, 16:11 Uhr

Berlin – Die Bundesregierung legt alljährlich im Herbst einen Rentenversicherungsbericht vor. Er zeichnet ein Bild vom aktuellen Stand und der erwarteten Entwicklung von Rentensystem und -finanzen in den nächsten 15 Jahren. In jeder Legislaturperiode kommt noch ein Mal der umfassendere Alterssicherungsbericht hinzu. Die wichtigsten Zahlen:

- Der BEITRAGSSATZ zur Rentenversicherung sinkt voraussichtlich 2012 von 19,9 auf 19,2 Prozent. Dies entlastet Beschäftigte mit einem Durchschnittseinkommen von 2500 Euro um 8,75 Euro monatlich. 2012 könnte es noch eine Mini-Absenkung auf 19,1 Prozent geben.

- Die RENTEN steigen bis zum Jahr 2022 um 32 Prozent oder knapp ein Drittel, bleiben damit aber hinter der Lohnentwicklung zurück. Bis 2011 steht eine Erhöhung der Renten um 5,2 Prozent in Aussicht.

- Die FINANZRESERVE der Rentenkassen wird Ende 2008 mit 15,8 Milliarden Euro knapp einer Monatsausgabe entsprechen. Bis 2012 soll sie bis auf über 27 Milliarden Euro aufgestockt werden, damit die Rentenkasse auch Konjunkturschwankungen abfedern kann.

- 2007 erhielten MÄNNER laut Rentenbericht im Westen durchschnittlich 951 Euro Rente im Monat, im Osten 994 Euro. Bei FRAUEN sind es 478 beziehungsweise 666 Euro. Grund für die höheren Ost-Beträge sind die längeren Beschäftigungszeiten in der früheren DDR .

- Mitte 2007 bezogen knapp vier Millionen oder 19,6 Prozent der insgesamt 20,2 Millionen Rentner mehr als eine Rente vom Staat.

- Als GESAMTEINKOMMEN verfügten Rentnerpaare über 65 Jahren 2007 im Durchschnitt monatlich netto über 2350 Euro im Westen und 1937 Euro im Osten. Bei alleinstehenden Rentnern waren es 1568/1188 Euro (West/Ost), bei alleinstehenden Frauen 1201/1152 Euro. Darin spiegeln sich höhere Zusatzeinkünfte (Betriebsrenten/Mieteinnahmen) bei den West-Rentnern.

- Der Abstand der OST-RENTEN zu denen im Westen verringert sich auch in den nächsten Jahren kaum. Lag 2007 das Rentenniveau im Osten bei 87,9 Prozent des Westniveaus, so dürfte es 2012 bei 88,1 Prozent liegen.

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