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Saison für Schnäppchenjäger: Bis zu 70 Prozent Rabatt beim WSV

Mittwoch, 21.01.2009, 18:01 Uhr

Berlin/Köln – Schnäppchenjäger können sich bei Bekleidung in den kommenden Wochen auf weitere Rabatte freuen. Zum Start des traditionellen Winterschlussverkaufs (WSV) am 26. Januar seien im Modehandel Rabatte von bis zu 70 Prozent zu erwarten, teilten der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels ( HDE ) in Berlin sowie der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels ( BTE ) in Köln am Mittwoch mit.

„Die meisten Häuser haben zwar schon nach Weihnachten begonnen zu reduzieren, aber viele legen jetzt noch mal eine Schüppe drauf“, sagte ein BTE-Sprecher. Viele Verbraucher seien in der Krise noch preisbewusster, hieß es vom HDE.

Schnäppchen gibt es laut HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr bei mehr als zwei Drittel der Geschäfte. Trotz des Wintereinbruchs in den vergangenen Wochen seien die Lager vieler Händler noch gut gefüllt. Besonders bei den Modehäusern müssten die Lager geräumt werden, um Platz für die Frühjahrskollektion zu schaffen. Neben dem Modehandel machten auch viele Möbelgeschäfte, Bau- und Elektronikmärkte und sogar Discounter beim gemeinsamen Ausverkauf mit. Pellengahr erwartet Rabatte von 30 bis 50 Prozent, vereinzelt sogar 70 Prozent.

„Der WSV ist das große, konzertierte Finale der Rabattsaison im Januar“, sagte Pellengahr. Trotz etlicher Aktionen in den vergangenen Wochen sei der gemeinsame WSV besonders auf dem Land und in kleinen und mittleren Städten noch noch immer von großer Bedeutung. Der Schlussverkauf dauert in der Regel zwei Wochen. Offiziell gibt es zwar keinen Schlussverkauf mehr, auf freiwilliger Basis spielt er aber weiter eine Rolle.

Nach einem eher durchwachsenen Weihnachtsgeschäft ist der Modehandel nach BTE-Angaben gut ins Jahr gestartet. Vor allem die erste Kalenderwoche habe hohe Zuwachsraten gebracht. Wegen der kalten Witterung hätten viele Kunden warme Kleidung gekauft. Das vergangene Jahr hat der Textilhandel nach ersten Verbandsschätzungen außerdem besser abgeschlossen als erwartet. Der Umsatz sei zumindest gleichgeblieben oder sogar um bis zu 1,5 Prozent gewachsen, wobei große Geschäfte deutlich besser abgeschnitten hätten als kleine und mittlere.

Das Preisbewusstsein der Verbraucher ist nach HDE-Angaben angesichts der Wirtschaftskrise deutlich gestiegen. „Wir werden sicher nicht von der Krise verschont bleiben, sehen aber trotzdem nicht so pessimistisch wie andere Branchen in die Zukunft“, sagte Pellengahr. Vor allem das Geschäft der Discounter werde in diesem Jahr weiter anziehen. Die Krise am Arbeitsmarkt werde sich voraussichtlich erst im zweiten Quartal auf den Handel auswirken.

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